Doctor Who: Feuerplanet - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Feuerplanet

    Doctor Who: Feuerplanet


    Land/Jahr:
    GB 1984
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Fiona Cumming
    Darsteller:
    Peter Davison
    Mark Strickson
    Nicola Bryant
    Gerald Flood
    Anthony Ainley
    FSK:
    ab 6 Jahren
    Dauer:
    100 Minuten
    Kaufstart:
    23. November 2018
    Label:
    Pandastorm

    Eigentlich wollte die amerikanische Studentin Peri nur einen gewöhnlichen, langweiligen archäologischen Ausflug mit ihrem Stiefvater verbringen, als es sie an die traumhafte Küste von Lanzarote verschlug. Als sie dabei allerdings ein mysteriöses Artefakt entdecken, war es mit der Langeweile ganz schnell auch schon wieder vorbei. Dieses sendet nämlich nicht nur ein unbekanntes Signal, sondern bringt auch noch den Doktor mit seiner Tardis auf den Plan. Der allerdings ahnt noch gar nicht, dass es sich in Wahrheit um einen ausgeklügelten Plan des Masters handelte, der die Kontrolle über den gestaltwandlerischen Androiden Kamelion übernommen hat und so die Tardis mitsamt dem Doktor und seinen Begleitern auf einen fremden Planeten entführen will. Von dort benötigt er nämlich dringend das seltene Numismaton-Gas, bei dessen Suche er die Situation ausnutzen möchte, bei welcher der Doktor als Ungläubiger von den manipulierten Ureinwohnern gefangen gehalten wird…

    Kritik:
    Spätestens seit der Existenz reiner Doctor Who-Conventions dürfte auch das Fandom der britischen Kult-Serie groß genug sein, um die klassischen Episoden auf den Markt zu bringen. Und während sich Polyband vor allem mit der Neusynchronisation des ersten Doktors befasst, widmet sich Pandastorm Pictures noch immer den spannenden Handlungssträngen des fünften Doktors mit Peter Davison – allerdings in umgekehrter Reihenfolge.

    Ein Kennenlernen mit Peri
    Die Veröffentlichungsstrategie ist dabei vor allem für Neueinsteiger allerdings manchmal etwas ungünstig. Einst angefangen mit dem siebten Doktor hat sich Pandastorm schließlich dazu entschlossen, die jeweiligen Episoden und Handlungsstränge rückwärts zu veröffentlichen. Dadurch ist man zwar inzwischen immerhin beim fünften Doktor angekommen, zwingt uns aber immer noch dazu, die Handlungen der Serie in der umgekehrten Reihenfolge zu sehen. Für „Feuerplanet“ bringt das ein ganz besonderes Problem mit: Hierbei handelt es sich nämlich um den ersten Auftritt von Nicola Bryant in der Rolle der Begleiterin Peri Brown – zumindest aus Sicht des Doktors. Wir allerdings haben sie bereits in den vorherigen „Doctor Who“-Veröffentlichungen von Pandastorm gesehen, wodurch das naive und noch unwissende Auftreten der Rolle mitunter etwas seltsam erscheinen kann. Gleichzeitig sehen wir aber auch den Abschied von Turlough, den wir wiederum bisher noch gar nicht kennen, obwohl der Handlungsstrang voraussetzt, der Zuschauer sei bereits seit einiger Zeit mit dieser Figur vertraut. Ganz optimal mag das für die Erstsichtung dieser Episoden sicher nicht sein.

    Sci-Fi mit niedrigem Budget
    Trotzdem kann sich auch der vierteilige Handlungsstrang „Feuerplanet“ für Fans der Serie lohnen, denn einmal mehr macht die klassische „Doctor Who“-Serie hier deutlich, wie man mit ziemlich niedrigem Budget und einfachen Kulissen durchaus spannende Geschichten für Genrefans erzählen kann. Natürlich sei auch hier vorweg gesagt: Die sich mitunter wiederholenden und nicht allzu aufwändig gestalteten Kulissen sind durchaus erkennbar, wenngleich zumindest Lanzarote mit hübschen Aufnahmen vom Meer punkten kann. Vor allem die Thematik rund um Gestaltwandler, Gedankenkontrolle und Schrumpftechniken dürfte Science-Fiction-Fans aber begeistern können und verdeutlichen, dass man auch damals schon über einen interessanten Blick in die Zukunft verfügte. Und vermutlich ist gerade eine solch eher harmlose Geschichte zur Abwechslung auch einmal für die ganze Familie geeignet, wodurch „Feuerplanet“ nicht nur eine niedrige Altersfreigabe bekam, sondern mit seinen Gadgets vermutlich auch die jüngeren Zuschauer begeistern kann. Eines steht jedenfalls fest: Das niedrige Budget fällt hier trotz der völlig veralteten Effekte gar nicht so sehr auf, wenn man auf normale Kleidung der Ureinwohner setzt, statt aufwändige Monster gestalten muss.

    Ein klassischer Master
    Immer wieder überzeugend ist allerdings auch die Rolle von Anthony Ainley als Master, der hier eine eher exzentrische und klassische Darstellung dieser Figur abliefert. Neben den neueren Darstellern wie John Simm und Michelle Gomez, verkörpert Ainley auch aus heutiger Sicht noch den sympathischen alten Science-Fiction-Trash mit einem etwas übertriebenem trockenen Humor und dem ausgefallenen, klassisch bösen Erscheinungsbild, zu dem fast obligatorisch der dazugehörige passende Bart zu gehören scheint. Wenn man so möchte, handelt es sich bei dieser Version des Masters wohl um das typischste Erscheinungsbild eines Sci-Fi-Widersachers der 60iger bis 80iger Jahre, wodurch „Feuerplanet“ nicht nur für eingefleischte Whovians interessant sein könnte, sondern auch für all jene Genrefans, die sich generell für Klassikers des Genres interessieren. Unter dem Strich gehört „Feuerplanet“ somit sicherlich zu den qualitativeren und vor allem zeitloseren Handlungssträngen des fünften Doktors.

    Fazit:
    Auch mit niedrigem Budget konnte man spannende Science-Fiction-Geschichten erzählen: Das beweist „Doctor Who“ auch mit diesem klassischen Handlungsstrang, der nicht nur hübsche Bilder aus Lanzarote zu bieten hat, sondern die Genrefans auch mit spannenden Gadgets und einem hervorragenden Master begeistern kann.

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