Doctor Who: Animated Double Feature - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Doctor Who: Animated Double Feature

    Doctor Who: Animated Double Feature


    Land/Jahr:
    GB 2007 - 2009
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Gary Russell
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    90 Minuten
    Kaufstart:
    22. Februar 2019
    Label:
    Polyband

    Da waren der Doktor und seine Begleiterin Martha ganz schön naiv, als sie dem Robotervogel blind vertrauten und sich kurzerhand auf die Suche nach der „Unendlichkeit“ machten, einem mysteriösen verschollenen Raumschiff, das den Passagieren ihre innersten Wünsche erfüllt. Denn während sich der Zeitreisende auf die Suche nach der Wahrheit rund um diese Legende macht, könnte er damit auch andere anlocken, die es ebenfalls auf das Schiff abgesehen haben. Der Außerirdische Baltazar etwa, der zur Durchführung seiner finsteren Pläne ausgerechnet auf die Macht der „Unendlichkeit“ angewiesen ist. Doch können die beiden sein Vorhaben noch durchkreuzen? Vor allem, während sie schon bald damit beschäftigt sein werden, hilflose Außerirdische aus den Händen des Militärs zu befreien…

    Kritik:
    Bei dem Gedanken an die britische Kultserie „Doctor Who“ dürfte den wenigsten Fans wohl eine animierte Kinderserie in den Sinn kommen, in welcher der zehnte Doktor sich wahlweise in Form von Zeichentrick oder 3D-Animationen auf spannende Abenteuer macht. Den meisten ist vermutlich nicht einmal bekannt, dass eine solch animierte Serie überhaupt existierte. Polyband jedoch hat den mutigen Schritt gewagt, auch zwei Episoden dieses Formats erstmals mit deutscher Synchronisation zu veröffentlichen.

    Bekannte Gesichter, schnell wiedererkannt
    Hat man, da inzwischen längst Jodie Whitaker in die Rolle des dreizehnten Doktors geschlüpft ist, nach vielen Jahren noch einmal Lust auf die wohl beliebteste Rolle von David Tennant, so könnte das „Animated Double Feature“ zumindest für eingefleischte Doctor Who-Fans durchaus einen Blick wert sein. Obwohl bereits in den Jahren 2007 und 2009 gedreht und daher optisch nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, fällt es Fans der Serie zumindest ziemlich leicht, die beiden Hauptfiguren – bestehend aus dem Doktor und Martha Jones – ziemlich schnell wiederzuerkennen. Die Details sind gut getroffen und die Kleidungswahl passt perfekt, sodass man den beiden animierten Episoden auch schnell verziehen hat, dass die Gesichter der Hauptfiguren mitunter etwas steif erscheinen.

    Ein langsamer David Tennant
    Und zugegeben: Gerade bei der Rolle des zehnten Doktors ist diese etwas steife, langsame Animation durchaus ein Problem – zumindest, wenn man das reale, von David Tennant verkörperte Original bestens kennt. Hat der Schauspieler in der originalen Serie noch ein gewisses Tempo und wirkt in seiner aufbrausenden Schnelligkeit manchmal sogar etwas hyperaktiv, gelingt es den animierten Episoden zu kaum einem Zeitpunkt, die flotte Darstellung eines David Tennant tatsächlich einzufangen. Daran kann dann auch die deutsche Synchronisation nichts mehr ändern, bei der man die zu den Rollen passenden Stimmen zwar beibehalten hat, aber vor allem in der Episode „Auf der Suche nach der Unendlichkeit“ darauf verzichtet, die Ausdrucksweise richtig auf die Rolle anzupassen. Sprüche, wie sie David Tennant einst noch als Running Gag verwendet hat, fehlen hier komplett und wurden durch Dialoge ersetzt, die der zehnte Doktor im Original wohl niemals von sich gegeben hätte. Für Fans, die es besonders genau nehmen, könnte das die Atmosphäre gewaltig stören.

    Doctor Who trifft Men in Black
    Ein richtiger Reinfall ist das „Animated Double Feature“ deswegen allerdings noch nicht, auch wenn die auf den ersten Blick an Kindern orientierte Ausrichtung dann doch nicht so ganz zutreffen mag. Hier und da haben die beiden Episoden schließlich doch ein paar actionreiche und düstere Szenen, sodass die Altersfreigabe ab 12 Jahren insgesamt angemessen erscheint. Trotzdem kann sich vor allem „Dreamland“ trotz des altbacken wirkenden 3D-Animationsstils inhaltlich hervorragend sehen lassen, erinnert die Episode nämlich an eine interessante Mischung aus „Akte X“ und „Men in Black“. Auch hier darf sich der Doktor um hilflose und durch das Militär entführte Aliens kümmern, die in der geheimnisvollen Basis Area 51 gefangen gehalten werden und muss sich zudem gegen Gedächtnislöschungen und Männer in schwarzen Anzügen zur Wehr setzen. Die entsprechenden Referenzen sind also kaum zu übersehen und könnten durchaus als netter Fan-Service für Science-Fiction-Fans verstanden werden. Schade dann, dass „Auf der Suche nach der Unendlichkeit“ inhaltlich vor allem durch die übertrieben naive Charakterdarstellung und dem insgesamt zu simplen Handlungsbogen doch nicht ganz überzeugt. Die enorme Komplexität der einst von Moffat gedrehten Originalserie hat das animierte Format dann eben doch nicht.

    Fazit:
    Für eingefleischte Doctor Who-Fans kann sich auch ein Blick in das „Animated Double Feature“ lohnen, um die Lieblingsserie einmal in einem anderen, besonderen Format zu erleben. Neueinsteigern sei aber auch wegen der mangelnden Komplexität der animierten Serie weiterhin die Originalserie mit echten Darstellern empfohlen.

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