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    Die Höhle

    Die Höhle


    Land/Jahr:
    ESP 2012
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Alfredo Montero
    Darsteller:
    Marta Castellote
    Xoel Fernández
    Eva García-Vacas
    Marcos Ortiz
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    77 Minuten
    Kaufstart:
    14. Oktober 2014
    Label:
    Ascot Elite

    Ganz weit weg von der Zivilisation wollten die fünf Urlauber, als sie es sich auf der Insel Formentera am Strand gemütlich machen. Immer entdeckungslustig können sie es gar nicht abwarten, selbst die hintersten Winkel der Insel auszukundschaften und stoßen dabei auf eine bisher unentdeckte Höhle an einem Felsen. Da zögern sie natürlich nicht lange, in die riesige Höhle hineinzukriechen und zu schauen, wohin es sie führen wird. Doch schon bald stellen sie fest, dass sie sich offensichtlich etwas zu weit hinein gewagt haben, denn der Ausweg ist plötzlich nicht mehr zu finden. Im Irrgarten der Höhle verirrt, sitzen sie plötzlich ganz ohne Wasser und Nahrungsmittel fest. Sollten sie nicht bald einen Ausgang finden, würden sie elendig verhungern. Doch da fällen sie eine erschreckende Entscheidung – und aus Freunden werden plötzlich blutrünstige Kannibalen…

    Kritik:
    Die tiefsten und dunkelsten Höhlen wecken bei vielen Menschen stets einen großen Entdeckertrip. Einige Horrorfilme gab es da schließlich auch schon, denn mit „The Descent“ kam schon vor mittlerweile neun Jahren gute Spannung auf. Der Vorteil: Für den Zuschauer bleibt stets unklar, was sie in der uneinsichtigen Höhle vorfinden können. Kein Wunder, dass es also einen weiteren Film mit diesem Thema gibt.

    Handkamera und Taschenlampe
    Man merkt allerdings ziemlich schnell, dass sich „Die Höhle“ mit einem wirklich niedrigen Budget zufrieden gibt. Statt spektakuläre Aufnahmen in der Dunkelheit, begnügen sich die Protagonisten dieses Mal mit einer wackeligen Handkamera und ein paar Taschenlampen. Das ist durchaus nicht nur schlecht, denn durch diese Perspektive kommt stets der Eindruck auf, die Ereignisse direkt aus der Perspektive der Darsteller zu erleben. Hat aber auch Nachteile, denn so wirkt der Streifen insgesamt amateurhaft und unprofessionell, teilweise durch den Kamerastil auch nervig. Bevor es nämlich in die Höhle geht, macht „Die Höhle“ eher einen langweiligen Eindruck mit belanglosen Alltagsszenen und ein bisschen nackte Haut im Wald. Das hätte sicherlich jeder Amateurfilmer ebenso gut hinbekommen, was das qualitative Niveau insgesamt senkt.

    Höhle der Dummheit
    Leider schafft es der Film allerdings auch nicht, mit echten Überraschungsmomenten zu punkten. Letztendlich bekommen wir in der Höhle nämlich nichts zu sehen, was wir nicht schon vor der Sichtung erwartet hätten. Blutrünstige Kreaturen und angsteinflößende Szenen suchen wir also vergebens. Dass die Darsteller sind unterdessen auch noch beeindruckend dumm anstellen, macht die Glaubwürdigkeit nicht besser. Mit ein bisschen Orientierungsvermögen ist selbst dem unaufmerksamsten Zuschauer noch klar, wo der Ausgang eigentlich sein müsste und warum die Protagonisten immer tiefer in die Höhle kriechen. Die unfassbare Unfähigkeit, einfach zum letzten bekannten Ort zurückzukehren, lässt „Die Höhle“ konstruiert und künstlich dramatisiert erscheinen. Lediglich das letzte Drittel weiß da noch zu überzeugen, wenn man sich zumindest ansatzweise mit moralisch fragwürdigen Themen auseinandersetzt – etwa, ob Kannibalismus legitim ist, wenn Menschen an Hungersnot leiden. Das war es dann aber auch, was „Die Höhle“ in irgendeiner Weise sehenswert macht. Schade.

    Fazit:
    Mit wackeliger Handkameraperspektive und minderintelligent wirkenden B-Darstellern fällt es dem Horrorfilm häufig schwer, echte Spannung aufzubauen. Immerhin baut man kleine moralisch brisante Themen ein.

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