Death Race 2 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Death Race 2

    Death Race 2


    Land/Jahr:
    USA 2010
    Genre:
    Action
    Regie:
    Roel Reiné
    Darsteller:
    Luke Goss
    Danny Trejo
    Ving Rhames
    Sean Bean
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    95 Minuten
    Kaufstart:
    3. November 2011
    Label:
    Universal Pictures



    Luke hat sich sein Leben sicherlich anders vorgestellt, als er bereits zum zweiundzwanzigsten Mal verhaftet wurde und nunmehr wegen eines Banküberfalls endgültig eingebuchtet wird. Seit die Gefängnisse nämlich privatisiert wurden und nur noch der reinen Profiterwirtschaftung dienen, ist das Leben dort definitiv nicht mehr angenehm. In abgefahrenen und politisch inkorrekten Shows müssen die Gefangenen dort nämlich in einem „Deathmatch“ um ihr Leben kämpfen, damit Privatunternehmen hohe Quoten mit dessen Fernsehübertragung erreichen können. Dumm nur, dass Luke unbedingt am Leben bleiben muss und plötzlich ebenfalls in den Kampfkäfig steigen soll, um gegen einen der besten Deathmatch-Kämpfer des Knastes anzutreten. Zu seinem Glück jedoch sollen die Quoten schon bald nicht mehr ausreichen, sodass er mitsamt vieler anderer Kollegen auf die Rennstrecke geschickt wird, um dort mit modifizierten Fahrzeugen gegeneinander anzutreten, bis nur noch ein einziger übrig bleibt. Nur damit hat Luke die Möglichkeit, endlich wieder in die Freiheit zu gelangen…

    Kritik:
    Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass uns Jason Statham in der Hauptrolle des ersten „Death Race“-Films begeistern konnte und uns packende Rennen mit bewaffneten Fahrzeugen präsentiert. Nun, nachdem die ungeschnittene Fassung in der Schweiz bereits vor Monaten veröffentlicht wurde und Universal Pictures über lange Zeit einige Schwierigkeiten mit der FSK-Freigabe hatte, dürfen wir nun auch in Deutschland zumindest eine geschnittene Fassung des Filmes bewundern. Doch mit einer völlig neuen Besetzung und der Vorgeschichte zum Vorgänger mag der Film zwar durchaus einige härtere Szenen aufweisen, wirkt allerdings auch ein wenig befremdlich.

    Deathmatch vs. Death Race
    Nun soll nämlich tatsächlich Luke Goss den Ersatz für Statham darstellen, was auf den ersten Blick zwar gewisse optische Ähnlichkeiten aufweisen kann, aber eben doch nicht ganz den erwarteten Qualitäten entspricht. Immerhin gilt Goss zwar als sein potentieller Nachfolger, doch während Statham bereits mit „Crank“ und „Transporter“ einige Erfahrungen mit Autos und coolen Sprüchen sammeln konnte, haben wir Luke Goss doch eher in kleineren Rollen und B-Actionfilmen gesehen. Kein Wunder also, dass er dementsprechend auch eher in den Actionszenen eine gute Figur abliefern kann und „Death Race 2“ sich nun teilweise sogar dem Deathmatch im Nahkampf widmet, statt seine Darsteller sofort auf die Straße zu schicken. Immerhin begann alles einmal mit einer Live-Show während eines Käfigkampfes, bei dem sich die Männer gegenseitig zu Tode prügeln und sich mittels Druckplatten den Zugang zu Waffen verschaffen konnten. Da fragt man sich also in der ersten Hälfte des Filmes, wo denn dieses „Death Race“ nun eigentlich bleiben soll, während Luke sich nur allzu ungern mit Ving Rhames prügeln mag.

    Das Treffen der B-Darsteller
    Bei solchen Namen merken wir allerdings bereits, dass der zweite Teil doch ein wesentlich geringeres Budget zur Verfügung hatte und lediglich die B-Actionstars zusammen auflaufen lässt. Denn neben Luke Goss und Ving Rhames, gibt’s dann auch gleich noch Danny Trejo zu sehen, den wir überwiegend ebenfalls aus entsprechenden kleinen Produktionen kennen. Die können zwar allesamt in den Actionszenen gute Leistungen abliefern, punkten dann allerdings bei den allgemeinen darstellerischen Leistungen und den Dialogen eher weniger. Anders gesagt: Diese Schauspieler haben einfach nicht die Klasse eines Jason Statham und Tyrese Gibson. Natürlich ganz zu schweigen davon, dass der Film während des Races doch nur allzu gerne auch einmal die Szenen des Vorgängers kopiert, oder zumindest nachempfindet. Einige der Stunts kommen uns daher entsprechend bekannt vor und erzeugen keinen wirklichen Überraschungseffekt mehr. Da flacht die Begeisterung natürlich schnell ab, auch wenn „Death Race 2“ sicherlich für Actionfans erneut eine große Unterhaltung sein mag.

    Knallharter Todeskampf
    Abgesehen davon kann man aber behaupten, dass das Prequel mindestens genauso hart ausgefallen ist, wie dessen Vorgänger. Immerhin bekommen wir fast im Sekundentakt irgendwelche harten Kämpfe um Leben und Tod zu sehen, die sowohl im Deathmatch, als auch auf der Rennstrecke stattfinden sollen. Das Blut spritzt dabei nur so um sich und Actionfans dürfen sich an den vielen Nahkampfattacken, Explosionen und Rasereien immer wieder erfreuen. Für Genrefans ist „Death Race 2“ also einmal mehr ein absolutes Muss, bei dem sie nicht enttäuscht werden. Leider fällt allerdings auch ein gewisser Wiederverwertungseffekt auf, denn im späteren Verlauf dürften manche Zuschauer wohl ein kleines Deja Vu haben, wenn damalige Rennszenen plötzlich scheinbar erneut auftauchen. Ganz zu schweigen außerdem davon, dass die Medien- und Gesellschaftskritik, welche durch die TV-Übertragungen eigentlich zwangsläufig vorhanden ist, kaum beachtet wird. Da hat der Film natürlich viel Potential vertan, zumal auch das Ende nicht gerade zufriedenstellen ausgefallen sein mag. Damit kann der Film für Kenner zur Enttäuschung werden, während eingefleischte Actionfans durchaus ihren Spaß haben werden.

    Fazit:
    Zwar müssen wir leider auf Hollywood-Star Jason Statham verzichten, doch angesichts der hohen Brutalität und den gekonnten Gewaltszenen von Luke Goss ist auch „Death Race 2“ als Prequel ein wahrer Spaß für alle Actionfans. Leider erscheint der Film jedoch nur in geschnittener Fassung, weshalb ein Kauf der Verleihversion durchaus in Betracht gezogen werden sollte.