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Dead Rising: Endgame


Dead Rising: Endgame

Land/Jahr:
USA 2016
Genre:
Horror
Regie:
Pat Williams
Darsteller:
Jesse Metcalfe
Marie Avgeropoulos
Billy Zane
FSK:
ab 18 Jahren
Dauer:
97 Minuten
Kaufstart:
25. November 2016
Label:
Polyband



Kurz nach der Durchführung von Projekt Watchtower ist eine amerikanische Kleinstadt noch immer nicht von der Bedrohung durch die Zombies gefeit. Denn der Journalist Chase Carter weiß inzwischen, dass das Militär am ersten Ausbruch nicht ganz unbeteiligt war. Gemeinsam mit einem dubiosen Pharmakonzern haben sie den Virus offenbar absichtlich geschaffen, um sich an dem vermeintlichen Heilmittel zu bereichern. Doch trotz zahlreicher spektakulärer und investigativer Aufnahmen, möchte sein Sender ihm bisher nicht glauben. Chase gilt seitdem als Verschwörungstheoretiker und hohe Beamte der US Army dürfen ihre Machenschaften weiterhin fortsetzen. Als dann plötzlich mehrere hundert unschuldige Menschen spurlos verschwinden, ist schnell klar, wer auch dieses Mal wieder dahinter steckt. Doch erst einmal ins Visier des Militärs geraten, muss Chase schon bald noch schlimmere Ereignisse verhindern – und dafür erneut mitten in die Quarantänezone vordringen…

Kritik:
Normalerweise gehören Videospieleverfilmungen nicht unbedingt zu den besten Streifen. Doch bereits der Vorgänger „Dead Rising: Watchtower“, welcher ebenfalls auf dem gleichnamigen Videospiel beruht, konnte viele Fans durch seine Nähe an der Vorlage durchaus überzeugen. In diese Fußstapfen möchte nun auch „Endgame“ treten.

Nahtlose Fortsetzung
Den Fans des ersten Films dürfte dabei vor allem eine Tatsache sehr gefallen: „Dead Rising: Endgame“ setzt nahtlos die Geschichte seines Vorgängers fort und beginnt seine Story beinahe, als hätte es so gut wie keinerlei Zeit dazwischen gegeben. Projekt Watchtower ist nun beendet und für den Hauptprotagonisten und seine Freunde steht mit Projekt Afterlife eine gänzlich neue Bedrohung an. Ein mal mehr natürlich inklusive interessanter Verschwörungen seitens des US-Militärs und eines Pharmakonzerns, die offenbar zusammenarbeiten, um sich an dem Zombievirus auf ethisch eher wenig vertretbare Art und Weise zu bereichern. Zunächst mit der Kamera bewaffnet und anschließend mit selbstgebauten Waffen wird man da auch in diesem Fall der Spielevorlage gerecht und liefert ein ziemlich blutiges Zombiegemetzel ab, an dem sich selbst „The Walking Dead“ manches Mal eine Scheibe abschneiden kann.

Brutales Gemetzel
Blutig darf man hier übrigens wörtlich nehmen, denn „Dead Rising: Endgame“ ist hinsichtlich seiner Gewaltdarstellungen und Splatterszenen nicht gerade zimperlich. Bereits in einer der ersten Szenen wird schließlich ein kleines Zombie-Mädchen brutal über den Haufen gefahren, bis das Blut die gesamte Windschutzscheibe besudelt hat. Und auch danach dauert es nicht lange, bis Chase und seine Kameraden mit den selbst zusammengeflickten Waffen so manchen Schädel spalten und sogar menschliche Gegner auf blutige Weise niedermetzeln. Die Zerstörung so manch intimer Stelle ist dabei gar mit von der Partie. Dabei kann man zwar stets sicher sein, dass der Streifen insgesamt ein wenig überzeichnet dargestellt wird und sich selbst nicht immer ernst nimmt, aber man macht der Vorlage in nahezu jeder Szene alle Ehre. Immerhin waren so einige Versionen des Spiels nicht ohne Grund indiziert oder gar beschlagnahmt. „Dead Rising: Endgame“ ist also weder ein Horrorfilm für die jüngeren Zuschauer, noch etwas für schwache Nerven.

Horror nach Spiele-Schema F
Allerdings ist es nicht nur die Gewalt, die ziemlich akkurat in die Fußstapfen der Spiele tritt, sondern auch der Handlungsablauf des Films. Immerhin kennen Fans diverser Horror-Shooter den genauen Ablauf nur allzu gut: Wenn die Protagonisten in eine Quarantänezone eindringen wollen und dafür hohe Mauern durchqueren sollen, dann nehmen diese dafür vorzugsweise einen unterirdischen Weg. So dürfen wir uns also auch in „Dead Rising: Endgame“ auf düstere Action in den unterirdischen Tunneln der Stadt freuen, wo nicht nur Untote auf die Figuren warten, sondern auch so manche Gang, die nur darauf wartet, endlich ein wenig Frischfleisch zu bekommen, um mit dessen Leichen die großen Zombiehorden abzulenken. Insgesamt macht das den Streifen allerdings ein wenig vorhersehbar, wenn gleich sich gerade die Spieler vermutlich darüber freuen dürfen, wie genau man es mit der Umsetzung genommen hat. Spaß werden aber letztendlich nicht nur die Fans der Spiele haben.

Fazit:
Der zweite Teil der „Dead Rising“-Spieleverfilmungen setzt die Geschichte seines Vorgängers nahtlos fort und bleibt auch seiner überaus brutalen, aber überzeichneten Darstellung des Zombiegemetzels treu. Genrefans werden sich gut unterhalten fühlen.

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