Danny’s Doomsday - Kritik – Virtual DVD Magazine
  • Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Danny’s Doomsday

    Danny’s Doomsday


    Land/Jahr:
    DK 2014
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Martin Barnewitz
    Darsteller:
    William Johnk Niesen
    Thomas Garvey
    Peter Gantzler
    Emilie W. Semmelroth
    Lars Mikkelsen
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    88 Minuten
    Kaufstart:
    31. August 2019
    Label:
    Fokus Media

    Der Klimawandel hat auch Dänemark voll im Griff. Das ganze Land leidet seit Wochen unter einer enormen Hitzewelle, die sogar dazu führt, dass die Fische in den heimischen Aquarien nicht mehr überleben können. Für den jungen Danny scheint der Alltag unterdessen ganz normal zu sein und aus den üblichen Schulbesuchen, Streitereien mit seinem jüngeren Bruder und Auseinandersetzungen mit Klassenkameraden zu bestehen. Das soll sich allerdings schlagartig ändern, als plötzlich blutrünstige mutierte Wasserkreaturen ihr Unwesen auf den Straßen der Stadt treiben und wahllos jeden Menschen zerfleischen, der ihnen zwischen die Zähne gerät. Im Keller ihres Hauses verbarrikadiert, sind Danny und sein Bruder William fortan auf sich allein gestellt – und müssen einen Plan schmieden, ihre in einem Einkaufszentrum verschollene Mutter wiederzufinden…

    Kritik:
    Kaum ein Thema bewegt die Menschheit dieser Tage mehr als der Klimawandel. Wissenschaftler rund um den Globus warnen vor dessen Folgen, die verheerend für die Gesellschaft sein sollen. Dass sich also auch Filmemacher an dieses Thema heranwagen, ist daher wenig verwunderlich. Zugleich scheint dies allerdings auch die Fantasie so manches Regisseurs und Drehbuchautors stark anzuregen.

    Monster des Klimawandels
    Der Creature Horrorfilm „Danny’s Doomsday“ widmet sich nämlich der abstrusen Idee, der Klimawandel könne auch für Mutationen bei tierischen Lebewesen sorgen. Fische, denen plötzlich Beine wachsen und die mit ihren riesigen Zähnen auf dem Festland auf die Jagd gehen, stets auf der Suche nach frischem und vor allem menschlichem Fleisch. Dass der Streifen dabei natürlich ganz schön absurd und wissenschaftlich in keinster Weise haltbar ist, erschließt sich ganz von selbst. Diesen Anspruch aber stellt der eher auf Trash ausgerichtete Horrorfilm auch gar nicht: „Danny’s Doomsday“ möchte stattdessen lieber eine dermaßen alberne Horrorgeschichte abliefern, dass sie wegen ihrer äußerst offensichtlichen Absurdität wieder einen gewissen Unterhaltungswert liefert. Erfreulicherweise ist der Film aber zugleich weit von einem Trash-Niveau entfernt, das wir etwa von „Sharknado“ oder den Filmen von The Asylum kennen.

    Identifikationsfigur für Nerds
    Tatsächlich schafft es der Streifen mit seinen durchweg funktionierenden Figuren durchaus eine gewisse Spannung zu erzeugen. Dafür sorgt vor allem William Johnk Niesen, der in der Hauptrolle als junger Danny eine gute Identifikationsfigur für Nerds bietet: Als eher schüchterner, aber hochintelligenter Junge leidet er unter diversen Kontakthemmungen hinsichtlich Gleichaltriger, muss in einer solchen Ausnahmesituation aber zunehmend unter Beweis stellen, zu welch Mut und Durchsetzungsvermögen er in der Lage ist. Der typische introvertierte „Loser-Typ“ also, der durch äußere Umstände gezwungen ist, seine Ängste zu überwinden und in den sich wohl jeder hineinversetzen kann, der in der Schulzeit schon einmal von seinen Mitschülern gemobbt wurde. Da ist natürlich auch klar, dass „Danny’s Doomsday“ bei seiner Rahmenhandlung den klassischen Teenie-Film abliefert, bei dem es manchmal auch um typische Probleme wie die erste Liebe geht. Erfreulich allerdings, dass der Horrorfilm ohne pubertären Humor unterhalb der Gürtellinie auskommt und sich dem Thema überraschend niveauvoll widmet.

    Teenie-Horror mit coolem Creature Design
    Zugleich zeigt das jedoch auch, dass „Danny’s Doomsday“ hinsichtlich seiner Inszenierung keine großen Innovationen zu bieten hat. So wie auch die klassische Teenie-Geschichte sicherlich für die meisten Zuschauer nichts Neues ist, so erinnert uns auch der Horrorpart an einigen Stellen an andere Genrevertreter. Spannung etwa baut der Streifen mit dem Einsatz von Geräuschen auf, welche die Protagonisten um jeden Preis vermeiden müssen. Das funktioniert zwar auch beim zehnten Mal noch, erinnert uns aber nicht zufällig an diverse Zombiefilme und -serien wie „The Walking Dead“, bei denen die Untoten auf ähnliche Weise angelockt werden. Und trotzdem könnten Horrorfans ihre Freude daran haben, da das Creature Design schnell überzeugt und der gelungene Mix aus Fisch und Feuerwaran aus dem PC-Spiele-Klassiker „Gothic“ tatsächlich seine Wirkung entfaltet. Das klappt sogar, obwohl „Danny’s Doomsday“ hinsichtlich seiner Gewaltdarstellung vergleichsweise harmlos ausgefallen ist.

    Fazit:
    Der dänische Creature Horrorfilm macht sich einen herrlich absurden Spaß aus dem Klimawandel und hetzt blutrünstige CO2-Mutanten aus dem Meer auf seine Opfer. Dabei bringt der klassische Rahmen als Teeniefilm zwar einige Stereotypen hervor und ist hinsichtlich seines Bodycounts auch eher harmloser Natur, doch spätestens beim Creature Design kann sich „Danny’s Doomsday“ sehen lassen.

    Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt..