Criminal Squad - Kritik – Virtual DVD Magazine
  • Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    Criminal Squad

    Criminal Squad


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Thriller
    Regie:
    Christian Gudegast
    Darsteller:
    Gerard Butler
    Curtis Jackson
    Pablo Schreiber
    O'Shea Jackson Jr.
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    140 Minuten
    Kaufstart:
    7. Juni 2018
    Label:
    Concorde

    Ray Merriman hat als ehemaliger Soldat zwar eine eigentlich hervorragende Karriere hinter sich, doch inzwischen läuft es in seinem Leben ganz und gar nicht mehr so rosig. Seit einigen Jahren verdient er seinen Lebensunterhalt lieber damit, gemeinsam mit seiner Bande in Los Angeles Banken auszurauben und Transporter zu überfallen. Seine grundsätzliche Regel: Niemand darf dabei ums Leben kommen, schon gar keine Polizisten. Bei seinem neuesten Überfall allerdings geht einiges schief und es kommt zu mehreren Todesfällen. Das bringt die Gang zugleich auch ins Visier einer Spezialeinheit rund um Cop Nick Flanagan. Und der ist ganz und gar nicht dafür bekannt, zimperlich mit seinen Verdächtigen umzugehen. Dumm nur, dass die Bande ausgerechnet jetzt ihren größten Coup aller Zeiten plant und die Federal Reserve Bank überfallen will. Damit allerdings beginnt ein nervenzerreißendes Katz-und-Maus-Spiel…

    Kritik:
    Wenn Christian Gudegast eines kann, dann ist es solide Actionthriller zu inszenieren. Spätestens seit „London Has Fallen“ dürfte er reichlich Erfahrung damit gesammelt haben und auch einen rasanten Thriller über Raubüberfälle hinbekommen.

    Keine langen Wartezeiten
    Rasant wird es nämlich ziemlich schnell, denn „Criminal Squad“ ist bei der Erzählung seiner Geschichte nicht gerade zimperlich. Bereits in der ersten Szene sehen wir die Gang schon mitten im Einsatz: Ein Geldtransporter soll überfallen werden und kaum fünf Minuten vergehen, bis es bei diesem Thriller zur ersten Schießerei kommen soll. Mit anderen Worten: Regisseur Gudegast wirft das Publikum prompt ins kalte Wasser und kommt ziemlich schnell zur Sache. Das bedeutet zugleich allerdings keineswegs, dass er sich nicht auch die nötige Zeit lässt, um auch ruhigere Momente in seinen Streifen einzubauen und auf die einzelnen Charaktere einzugehen. Perfekt gelingt ihm der ebenso rasante Wechsel zwischen schnellen und langsamen Szenen und er scheint stets das passende Feeling im richtigen Moment zu treffen.

    Rapper als Gangster
    Dabei hat „Criminal Squad“ auf den ersten Blick keine großen Überraschungen zu bieten, weil die Auswahl des Casts für einen Gangster-Thriller mit Banküberfällen schon ein wenig arg klischeehaft ausgefallen ist. Schließlich hat sich Gudegast sogar niemand geringeres als Rapper Curtis „50 Cent“ Jackson dazu geholt, der – wie sollte es anders sein – wenig überraschend auf der Seite der Bösewichte zu finden ist. Gerade deshalb kann es sich durchaus lohnen, die zwanzig Minuten längere US-Kinofassung anzusehen, die ebenfalls auf der BluRay enthalten ist. Obwohl es der deutsche Filmverleih zum Kinostart noch vorgesehen hatte, den Streifen um einige (überflüssig scheinende) Handlungsstränge zu verkürzen und die Story damit kompakter zu machen, gehören jene Szenen mit zu den wichtigen Momenten für die Charakterentwicklung des Films. Erst hier verlassen die Figuren ihre schwarz-weißen Klischees und bekommen einen gewissen Tiefgang, der ihnen auch Sympathien verleiht.

    Familiäre Konflikte
    Dieser Unterschied hat vor allem schwerwiegende Auswirkungen auf die Figur von Gerard Butler, der hier den Cop Nick Flanagan spielt. In der deutschen Kinofassung wurde schließlich der gesamte familiäre Hintergrund entfernt, der zugleich als Motiv für seine grob gewalttätige Vorgehensweise herhalten darf. Dabei allerdings hat Gerard Butler so einige schauspielerisch wirklich starke Szenen zu bieten, die erst zeigen, warum diese Rolle perfekt auf ihn zugeschnitten wurde. Gerade wegen dem deutlich besseren Verständnis für diese wichtige Rolle empfehlen wir unbedingt die längere US-Kinofassung anzusehen. Immerhin profitiert in etwas kleinerem Umfang dann auch „50 Cent“ davon, wenn seine Rolle als Familienvater ebenso schauspielerisch interessante Seiten zeigt und er damit vielleicht sogar erstmalig in seiner Karriere zeigt, dass er tatsächlich zumindest im Ansatz auch Charakterrollen beherrschen kann.

    Geradlinige Action
    Nichts desto trotz täuscht das alles natürlich nicht darüber hinweg, dass „Criminal Squad“ doch in erster Linie ein geradliniger Actionthriller ist, der mehr als nur eine schnelle Actionszene vorzuweisen hat. Gerade hier kann der Streifen allerdings auch Spannung und Dramatik aufbauen, wenn die Gang unter Zeitdruck versucht, Banken auszurauben und der Spezialeinheit zu entgehen. Erfreulich ist dabei, dass Gudegast dabei stellenweise auch mal auf den Holzhammer verzichten kann und somit auch Ablenkungsmanöver interessant inszenieren kann. Damit wird sein Film zwar sicherlich noch nicht zu einem Meisterwerk, aber mit ziemlicher Sicherheit zum bisher besten Film seiner Karriere.

    Fazit:
    Mit geradliniger Action und einem gelungenen Spannungsaufbau inszeniert Regisseur Christian Gudegast nicht nur den besten Film seiner bisherigen Karriere, sondern lässt vor allem Actionfans stark auf ihre Kosten kommen. Auf Grund einiger für die Charakterdarstellung wichtiger Szenen empfehlen wir aber unbedingt, die auf der BluRay enthaltenen US-Kinofassung anzusehen.

    Kommentare und Pings sind derzeit nicht erlaubt..