Cabin Fever 2 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Cabin Fever 2

    Cabin Fever 2


    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Horror
    Regie:
    Ti West
    Darsteller:
    Guiseppe Andrews
    Rider Strong
    Alexi Wasser
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    87 Minuten
    Kaufstart:
    9. April 2010
    Label:
    Sunfilm


    Man sagt, die Wasserleitungen in Deutschland gehören zu den saubersten der Welt. In Springfield dagegen scheint dies gänzlich anders zu sein, da das Trinkwasser dort längst von zahlreichen Bakterien befallen ist. Dumm nur, dass dieses Wasser ausgerechnet in die Mineralwasserflaschen eines Getränkeunternehmens gerät, das die Springfield High School beliefert. Dort nämlich vermischt sich das verseuchte Wasser schnell mit anderen Körperflüssigkeiten und infiziert einen Großteil der Schüler. Da dauert es also nicht lange, bis die sich plötzlich in Blut kotzende Monster verwandeln, während um die Schule herum, skrupellose Scharfschützen positioniert werden, um die Epidemie einzudämmen…

    Kritik:
    Bei Horrorfans dürfte er bestens bekannt sein: Der Überraschungshit des „Hostel“-Regisseurs Eli Roth. Damals nämlich konnte „Cabin Fever“ – trotz vergleichsweise schlechter Berichterstattung – viele Fans gewinnen und wurde bis heute zu einem regelrechten Kultfilm. Da ist es natürlich naheliegend, von selbigem eine Fortsetzung zu drehen und diesen auch gleich genau da beginnen zu lassen, wo der Vorgänger endete. Der letzte Überlebende, der selbst infiziert wurde, kommt plötzlich aus einem Wald gerannt und läuft direkt vor einen fahrenden Schulbus. Nachdem der zuständige Polizist, dies als einen „Wildunfall“ abgestempelt hat, muss die Bevölkerung bald feststellen, dass sich die Killerbakterien über das Trinkwasser verbreiten – und die bekommt ausgerechnet die Springfield High School mittels Getränkeflaschen ab. Wie es dann natürlich bei pubertierenden Teenies, die allesamt nur Unsinn im Kopf haben, üblich ist, dauert es dabei nicht lange, bis sich die entsprechenden Bakterien mit anderen Körperflüssigkeiten vermischen. Während hier also in der einen Szene noch genüsslich in die rote Bowle gepinkelt wird und in der nächsten bereits die feiernden Kids, ihr Blut durch wilde Küsse verbreiten, darf man auf der Toilette auch gleich zusehen, wie einer der Protagonisten auch gleich einen geblasen bekommt, damit die Bakterien natürlich auch noch mit dem Sperma in Berührung kommen – immerhin hat man sich wohl gedacht, jegliche Körperflüssigkeiten in den Film einzubringen, die den Machern wohl gerade in den Sinn kamen. Doch während „Cabin Fever 2“ nicht einmal mit Fäkalien spart, darf es an Blut und Goreeffekten natürlich ebenso nicht fehlen. Wenn es um Kunstblut geht, spritzt das doch immer wieder wild um sich und ist sogar in der Lage, ein komplettes Schwimmbecken zu befüllen – durch nur eine einzige Person! Und auch die Krankheit selbst macht sich natürlich immer erst dadurch bemerkbar, dass sich die Protagonisten gegenseitig mit Blut vollkotzen, als würde ihr Magen nichts anderes mehr beinhalten. Optisch mag das für Effektliebhaber also einige Hingucker zu bieten haben, insgesamt kann man dies aber dennoch als unrealistisch bezeichnen. Trotz alledem machen die Goreszenen schon einiges her und sind durchaus gelungen ausgefallen. Von Menschen, die mit einem Schulbus in kleine Stücke zerteilt werden, über Hände, die wegen der Infizierung abgesägt werden, bis hin zum Gesicht, das mit einem Feuerlöscher zermalmt wird, ist hier alles dabei. Und trotzdem schafft es „Cabin Fever 2“ hier auch noch eine Story einzubringen. Immerhin tauchen die Gore-Szenen nicht im Minutentakt auf, sondern sind auf interessante Weise von einer High School-Story umgeben, die hier glatt einen besonderen Anstrich bekommt. Die Schüler sind hier schließlich allesamt Nerds, die sich für Biologie und vor allem die weibliche Anatomie interessieren und können durch einen leicht satirischen Blick auf ihr Liebesleben große Sympathiepunkte ernten. Immerhin sind die meisten von ihnen gerade frisch verliebt und verpassen dem Film ein paar interessante Neben-Lovestorys. Da stört es dann sogar nicht einmal mehr, dass die Synchronisation recht schlecht ausgefallen ist. Dennoch muss man allerdings den Genre-typischen Sexismus durchaus in Kauf nehmen, wenngleich dieser noch vergleichsweise angenehm zurückhaltend ausgefallen ist. Doch das Schlimmste ist: Die Atmosphäre und die Spannung des ersten Teils mag hier einfach nicht mehr auftauchen.

    Fazit:
    Unterhaltsamer Bakterien-Horror mit interessanter Situationskomik, aber wenig Spannung und Atmosphäre.

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