Baymax - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Baymax

    Baymax


    Land/Jahr:
    USA 2015
    Genre:
    Animation
    Regie:
    Don Hall
    Chris Williams
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 6 Jahren
    Dauer:
    102 Minuten
    Kaufstart:
    11. Juni 2015
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment

    Hiro Hamada hat ein ganz besonderes Hobby: Er liebt es, seine eigenen Roboter zu bauen und ihnen ein bisschen Leben einzuhauchen. Mit hoher Intelligenz ausgestattet, gelang es ihm schließlich schon vor Jahren, die Schullaufbahn deutlich schneller hinter sich zu bringen, als die meisten seiner Mitschüler. Doch heute verdient er sein Geld lieber mit illegalen Roboterkämpfen, anstatt sein Können auf der „Nerd-Universität“ unter Beweis zu stellen. Sein Bruder hingegen widmet sein Leben der Entwicklung von Robotern, die dem Menschen in jeglichen medizinischen Belangen helfen. Dazu gehört auch „Baymax“, ein futuristischer medizinischer Begleiter, der mit Luft aufgeblasen und mit neuartiger Technologie ausgestattet, praktisch alle Krankheiten behandeln kann. Als der geliebte Bruder jedoch plötzlich bei einem Feuer ums Leben kommt, soll Baymax ganz andere Aufgaben meistern: Durch die Kombination seiner besonderen physischen Eigenschaften und ausgeklügelten Kampftechniken, baut Hiro einen Superhelden-Roboter, der beim gemeinsamen Kampf gegen bösartige Schurken helfen soll. Und mit dem Brandstifter der Universität ist der erste Feind auch schnell gefunden…

    Kritik:
    Seit einigen Jahren wird immer deutlicher: Nerds regieren längst die Welt. Nicht wenige junge Kids träumen heute davon, wie Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“ große Karriere zu machen und vielleicht damit ein bisschen zu einem Superheld zu werden. Die Nerd-Kultur ist somit im Mainstream angekommen und das soll auch „Baymax“ schnell deutlich machen.

    Animation für Nerds
    Die Hauptfigur Hiro Hamada reiht sich damit in die mittlerweile typischen Rollen ein, die Animationscharaktere spätestens seit „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ immer wieder einnehmen: Den schüchternen, aber überaus genialen Nerd, der mit seinen wissenschaftlichen Fähigkeiten und herausragenden IT-Kenntnissen nicht mehr der belächelte Versager ist, der in der Schule noch gemobbt wird, sondern ein cooles Vorbild, das seine Clique aus gleichgesinnten Nerds anführt und jene Sachen zur Wirklichkeit werden lässt, von denen Kinder in den 80iger Jahren wohl nur zu träumen vermochten. Gleichzeitig liefert „Baymax“ aber auch wieder einen neuen Grund zum Träumen und das gleich für alle Generationen: Die Kombination aus Nerd und Superheld hat es Disney mit diesem Streifen offenbar angetan, sodass dieser Animationsfilm wohl den mit „Guardians of the Galaxy“ begonnenen Trend fortsetzt. Zum Glück ist das aber tatsächlich überaus unterhaltsam – natürlich auch für Nerds.

    Situationskomik für mollige Roboter
    Erst vor einigen Monaten gelang es „Baymax“ doch tatsächlich, einen Oscar als besten Animationsfilm des Jahres zu gewinnen. Und das liegt sicherlich nicht nur an den herausragenden optischen Qualitäten, die mit seinen winzig kleinen experimentellen Robotern sogar ein bisschen an „Transformers“ erinnern. Vor allem die Hauptfigur, die dem Streifen letztendlich seinen Namen gab, dürfte ausschlaggebend für die Qualitäten von „Baymax“ sein, verleiht der pummelige weiße Medizinroboter dem Film schließlich seine Situationskomik. Dazu tragen vor allem seine körperliche Anatomie und seine recht mollige Optik bei, die geradezu einladend für einen genialen Humor sein mag. Ein bisschen zu dick und zu langsam für aufregende Kampfaction und mit den typischen zeitgemäßen Problemen aus geringer Akkulaufzeit und mangelnder sportlicher Begeisterung ausgestattet, bringt er schnell jede Generation zum Lachen. Und trotzdem ist der Humor über Dicke in diesem Fall keinesfalls niveaulos: Immerhin ist Baymax doch der liebenswerteste Charakter des Films, sodass wir ihn schnell in unser Herz schließen und ihn ungeachtet seiner Anatomie am Liebsten zum Freund hätten – und das, obwohl der Animationsfilm auf Grund seiner Superheldenthematik durchaus zu effektgewaltigen Actionszenen neigt und sich daher vielleicht nicht unbedingt an die ganz jungen Zuschauer richtet.

    Fazit:
    Disney hat mit ihrem neuesten Animationsfilm einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet und liefert uns mit „Baymax“ den wohl liebenswertesten Roboter seit Nummer 5. Dabei schafft man es, trotz Humor über Mollige niemals das Niveau zu verlieren und brilliert mit genialer Situationskomik. Ein verdienter Oscar für den besten Animationsfilm.

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