Battle Los Angeles - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Battle Los Angeles

    Battle Los Angeles


    Land/Jahr:
    USA 2011
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Jonathan Liebesman
    Darsteller:
    Aaron Eckhart
    Michelle Rodriguez
    Ramon Rodriguez
    Bridget Moynahan
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    111 Minuten
    Kaufstart:
    14. Oktober 2011
    Label:
    Sony Pictures



    So hätte sich Staff-Sergeant Nantz seinen Abgang sicher nicht vorgestellt: Statt endlich nach zahlreichen Jahren als Marine in den wohlverdienten Ruhestand gehen zu können, wartet plötzlich eine neue Herausforderung auf ihn. In Santa Monica kommen derzeit nämlich einige Meteoriten herunter und er soll gemeinsam mit seiner Truppe dafür sorgen, dass die Stadt nicht gänzlich im Chaos versinkt. Dumm nur, dass er bei der Ankunft plötzlich feststellen muss, dass es sich gar nicht um einen echten Meteoritenschauer handelte. Stattdessen bekommen es die Soldaten mit übermächtigen außerirdischen Gegnern zu tun, die sich den gesamten Bundesstaat zum Ziel gemacht haben. Doch trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit und schwächeren Waffen, versuchen die Männer, vorzurücken und den Feind zu besiegen.

    Kritik:
    Bei dem Gedanken an außerirdische Lebensformen denken die meisten Menschen sofort an bösartige Aliens, die den Planeten invasieren wollen. Das klassischste aller Filmszenarien ist es daher wohl, mit einer Horde von Soldaten gegen einen scheinbar übermächtigen und unbekannten Gegner anzutreten und das eigene Zuhause zu retten. So macht es natürlich auch „World Invasion: Battle Los Angeles“ und präsentiert uns eine Mischung aus actionreichem Kriegsfilm und packender Science-Fiction. Die Zerstörung lässt also nicht lange auf sich warten.

    Das Leben eines Soldaten
    Der Film hat dabei nur eine einzige Perspektive: Die Sichtweise des Soldaten. So können wir als Zuschauer stets die brutalen Kämpfe der Truppen beobachten und können uns vollständig in das Team einfügen. Dabei versucht Regisseur Jonathan Liebesman natürlich auch, die Charaktere näher zu bringen und die Emotionalität zu steigern. Obwohl wir also einen typischen Actionhelden geboten bekommen, der so manche Aufgabe auch im Alleingang lösen kann, werden wir auch in das Leben und die Ängste der Soldaten eingeführt. Da bekommen wir nicht nur einen erfahrenen Marine-Soldaten zu sehen, der sich eigentlich so sehnlich auf den Ruhestand freut, sondern auch Menschen, denen die Verluste – auf oberflächliche Weise – äußerst nahe gehen. Konflikte sind dabei also garantiert und die Handlung wird umso packender, wenn inmitten der Schlacht noch das Beschützen von Zivilisten und der Streit unter Kameraden auftauchen. Da bekommen wir zwar keine meisterhaften Charakterzeichnungen geboten, können uns aber immerhin in die Protagonisten hineinversetzen.

    Der Kampf zwischen Gut und Böse
    Bezüglich der Handlung ist „Battle Los Angeles“ allerdings sehr geradlinig ausgefallen. Ganz nach dem alten Schwarz-Weiß-Prinzip stehen wir auf der Seite der guten Menschen und sehen den Kampf gegen die bösen Aliens, die weder Gefühle noch Verstand vorweisen können. Dabei entwickelt sich eine reine Schlacht gegen willenlose Objekte, die zwar zu einer großen Bedrohung werden, aber keinerlei Motive vorweisen können. Für den Storyliebhaber ist dies also nicht unbedingt der perfekte Film, wenngleich der Mainstream-Zuschauer hier einen atemberaubenden Streifen erleben kann. Dennoch zeigt sich der Film inhaltlich nicht gerade originell, sodass es keinerlei Wendungen gibt und die Handlung konsequent geradeaus geht. Ganz nach dem militärischen Prinzip aus Vorbereitung, Vorrücken und Angriff besteht dann auch dieser Film und hat nur das Ziel, möglichst viele Gegner auf spektakuläre Weise hinzurichten. Das allerdings bietet ordentlich Spannung und bringt auch gleich einen beeindruckenden Augenschmaus mit. Vor allem Actionfans sind bei diesem Film also optimal aufgehoben.

    Beeindruckende Invasion
    Optisch schließt sich außerdem auch „Battle Los Angeles“ den aktuell typischen Science-Fiction-Filmen an. Effekthaltige Invasionsstreifen über Aliens, die eine Stadt angreifen, liegen schließlich wieder voll im Trend und scheinen in letzter Zeit keine Seltenheit zu sein. So ist es da natürlich kaum verwunderlich, dass auch dieser Film eine gewisse Ähnlichkeit mit „Skyline“ und anderen vergleichbaren Titeln aufweisen kann. Zwar sehen wir nun keine Zivilisten auf der Flucht vor den invasierenden Aliens, sondern Soldaten bei ihrem blutigen Kampf. Dennoch merkt man auch dem Design der Außerirdischen an, dass sich die Filme offenbar den Stil gegenseitig abschauen. Da dürfen wir dann also keinen neuen Meilenstein der Filmgeschichte erwarten, aber immerhin einen packenden und mitreißenden Science-Fiction-Streifen mit hohem Actionanteil.

    Fazit:
    Der Trend geht weiter: Auch „Battle Los Angeles“ reiht sich in die Reihe der Science-Fiction-Filme ein, die uns mit Brachialaction auf die Jagd nach Invasoren schicken und liefert uns einen packenden Mainstream-Streifen für Actionfans, dem es allerdings an Tiefgang mangelt.