Ant-Man & The Wasp - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Ant-Man & The Wasp

    Ant-Man & The Wasp


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Science-Fiction
    Regie:
    Peyton Reed
    Darsteller:
    Paul Rudd
    Michael Douglas
    Evangeline Lilly
    Hannah John-Kamen
    Michael Pena
    Laurence Fishburne
    Michelle Pfeiffer
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    118 Minuten
    Kaufstart:
    29. November 2018
    Label:
    Walt Disney Studios
    Home Entertainment

    Eigentlich wollte Scott Lang sein bisheriges Leben mit den Avengers hinter sich lassen, nachdem die Zusammenarbeit mit Captain America in Deutschland ihm vor allem die Behörden auf den Hals hetzte. Aus Rücksichtnahme auf seine junge Tochter, wurde er immerhin nur zu zwei Jahren Hausarrest und einer Fußfessel verurteilt. Den Kontakt zu Dr. Hank Pym, dem er einst seinen Anzug mit Superkräften zu verdanken hatte, hat man ihm obendrein auch noch komplett untersagt. Dumm nur, dass Scott längst an mysteriösen Visionen leidet, in denen die auf der Quantenebene verschollene Mutter von Hanks Tochter Hope auftaucht – und das, obwohl beide sich bisher noch nie begegnet sind. Das ist nicht nur Anlass genug, entgegen des Gerichtsurteils doch Kontakt zu dem Wissenschaftler aufzunehmen, sondern zugleich auch zu der Annahme zu kommen, dass Hopes Mutter offenbar noch am Leben ist und gerettet werden kann. Der gerade neu konstruierte Tunnel in die Quantenebene funktioniert allerdings nur mit einem Bauteil von einem Schwarzmarkthändler – und das bringt zugleich auch die mysteriöse Ghost auf den Plan, die unbedingt das geschrumpfte Labor stehlen will, um ihre eigene Krankheit damit zu heilen…

    Kritik:
    Auch nach vielen Jahren scheint der Hype um die Marvel-Superhelden immer noch kein Ende zu finden und nachdem bereits der erste Teil von „Ant-Man“ ein echter Publikumserfolg war, der vor allem mit spannenden Science-Fiction-Effekten punkten konnte, war eine Fortsetzung nur naheliegend. Und da bekommt er sogar schlagkräftige Unterstützung.

    Vorteile durch Vorkenntnisse
    Für Neueinsteiger hat der zweite Teil „Ant-Man & The Wasp“ allerdings einige wichtige Probleme, setzt der Streifen zwar Vorkenntnisse aus den vorherigen Filmen nicht zwingend voraus, macht das Verständnis der Handlung aber um einiges einfacher, wenn man die bisherigen Marvel-Filme allesamt verfolgt hat. Und da ist leider nicht nur der erste Teil von „Ant-Man“ eine wichtige Vorlage, sondern zugleich auch der Avengers-Streifen „Civil War“. Dieses Mal wird nämlich im Prinzip die Handlung gleich zweiter Marvel-Filme mehr oder weniger nahtlos fortgesetzt, sodass es Referenzen auf die Ereignisse in Deutschland innerhalb von „Civil War“ gibt, als auch auf die Vorgeschichte mit Dr. Hank Pym in „Ant-Man“. Unter dem Strich dürfte es wohl nicht schaden, vor der Sichtung des neuesten „Ant-Man“-Streifens auch die beiden anderen Titel gesehen zu haben, um einen umso leichteren Einstieg in die Handlung zu erleben.

    Simpel und trotzdem wirr
    Dass das mitunter nötig ist, ist zugleich aber auch insofern verwunderlich, dass die Story von „Ant-Man & The Wasp“ erstaunlich einfach und simpel gehalten wurde. Letztendlich beschränkt sich die Geschichte nämlich auf ein um zwei Stunden gestrecktes Katz-und-Maus-Spiel um die Jagd nach dem geschrumpften Labor, bei dem sich Ghost und Ant-Man immer wieder gegenseitig Hindernisse in den Weg stellen. Trotzdem schafft „Ant-Man & The Wasp“ aber erstaunlicherweise das Kunststück, zwischenzeitlich dermaßen wirr zu erscheinen, dass es vor allem Neulingen nicht immer leicht fällt, der Story des Films problemlos folgen zu können. Das dürfte mitunter aber auch dem heutigen Trend geschuldet sein, vor allem Hollywood-Blockbuster oftmals zu schnell und zu hektisch zu inszenieren. Eine kleine Konzentrationsschwäche, die vor allem durch die nicht zu vernachlässigende „Effekthascherei“ tatsächlich vorkommen kann, kann hier aber schon zu Problemen führen, Zusammenhänge immer nachvollziehen zu können. Zumal sich „Ant-Man & The Wasp“ auch nicht immer die größte Mühe gibt, in all seinen Szenen stets schlüssig zu sein – vor allem dann, wenn die routiniert vorgetragenen, vermeintlich wissenschaftliche Dialoge sich als kompletten Nonsens herausstellen und man es sich auch bei der Hintergrundgeschichte um die Widersacherin so einfach macht, dass es schon fast absurd erscheint.

    Typisches Popcorn-Kino von Marvel
    Die große Masse wird über solche Mängel allerdings wohl hinwegsehen können, überzeugt „Ant-Man & The Wasp“ insgesamt doch vor allem mit seinen Schauwerten und stellt damit den klassischen Fan des Superhelden-Popcorn-Kinos wohl größtenteils zufrieden. Gerade hinsichtlich der Effekte ist der zweite Teil von „Ant-Man“ schließlich ein ähnlicher Augenschmaus wie zuvor der Vorgänger. Grundsätzlich gelingt es dem Streifen sogar noch, den Unterhaltungswert etwas zu erhöhen, in dem fortan nicht mehr nur Schrumpftechniken eingesetzt werden, sondern auch eigentlich kleine Dinge auf enorme Maße vergrößert werden. Die Welt zwischen Miniaturperspektive und Riesen-Salzstreuer wird damit schnell noch eindrucksvoller und faszinierender, als wir es bisher gewohnt waren. Schade ist dann nur, dass „Ant-Man & The Wasp“ diese Effekte bei einer Verfolgungsjagd als Showdown erst so richtig voll ausfährt und die eigentliche, ansonsten eher schwache Handlung um eben diesen Höhepunkt herumschreibt. Letztendlich hätten wir uns mehr charakterlichen Tiefgang gewünscht, den Teil 1 mit seinem stärkeren Fokus auf Zweikämpfe noch zu bieten hatte. Über diese Schwäche täuscht dann auch der immer wieder eingestreute und an „Guardians of the Galaxy“ angelehnte Wortwitz, der – vor allem in der deutschen Version – sogar manchmal nerven kann, nicht hinweg.

    Fazit:
    Das neueste Spektakel aus dem Hause Marvel überzeugt wieder mit beeindruckenden Effekten und einem auf maximale Unterhaltung ausgelegten Popcorn-Kino. Leider kann die Handlung allerdings nicht mehr in dem Umfang überzeugen, wie es noch dem Vorgänger gelang.

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