Alice im Wunderland - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Alice im Wunderland

    Alice im Wunderland


    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Fantasy
    Regie:
    Tim Burton
    Darsteller:
    Johnny Depp
    Mia Wasikowska
    Anne Hathaway
    Helena Bonham Carter
    FSK:
    ab 12 Jahren
    Dauer:
    104 Minuten
    Kaufstart:
    22. Juli 2010
    Label:
    Disney



    Als die 19-jährige Alice Kingsley zu einer Gartenfeier eingeladen wird, soll sich ihr Leben grundlegend verändern. Gerade dort angekommen erhält sie nämlich einen Heiratsantrag vom langweiligen Hamish, den sie eigentlich gar nicht so gut ausstehen kann. Um vor der anwesenden Gesellschaft keine spontane Erklärung wegen ihrer Ablehnung vortragen zu müssen, flieht sie spontan und folgt einem sonderbaren weißen Kaninchen. An einem Baum verschwindet das Kaninchen prompt in einem Loch und auch Alice wird hineingezogen. Doch unten angekommen, kommt sie aus dem Staunen nicht mehr so schnell heraus: Alice landet plötzlich in einem runden Raum voller Türen, von denen nur eine mit einem Schlüssel geöffnet werden kann. Um allerdings sowohl Schlüssel, als auch Tür zu erreichen, muss sie mittels Schrumpfungstrank und Vergrößerungskuchen ihre Körpergröße ändern und kann anschließend in das „Wunderland“ eintreten. Dort findet sie zahlreiche schräge Gestalten und Tiere vor und erfährt, dass sie bald gegen eine gefährliche Kreatur kämpfen muss, um die Herrschaft des Landes zurück auf die Seite der Guten zu verlegen…

    Kritik:
    Am Blockbuster „Alice im Wunderland“ dürften die meisten Zuschauer wohl vor allem zwei Personen reizen: Tim Burton und Johnny Depp. Besonders von ersterem sind wir inzwischen gewohnt, dass er erstklassige und innovative Filme inszenieren kann, sodass er spätestens seit „Corpse Bride“ zahlreiche Fans gewonnen hat. Außerdem hat er bei der Musicalverfilmung „Sweeny Todd“ schon einmal mit Megastar Johnny Depp zusammengearbeitet und einen hervorragenden Film ins Kino gebracht. Dementsprechend hoch dürften die Erwartungen an sein neuestes Werk „Alice im Wunderland“ sein, welches bereits vielfach verfilmt wurde. Da erwarten wir dann natürlich eine mystische und geheimnisvolle Welt voller fantastischer Wesen und beeindruckender Geschichten. Doch während die Welt zwar durchaus viele Mysterien zu bieten hat, macht Tim Burton so einiges anders. Interessanter Schwerpunkt liegt hier bei der deutlich düsteren und gewalttätigeren Inszenierung, welche dem Film eine enorme Action verpasst. Hier stehen also nicht mehr die vielen unglaublichen Rätsel im Vordergrund, sondern eher der Kampf gegen die böse Herrscherin des Landes, die es auf Alice abgesehen hat. Schnell stellen wir also fest, dass Alice gegen zahlreiche Monster kämpfen und sich sogar an der Seite der Herrscherin verstecken muss. So bekommen wir also den typischen Kampf zwischen Gut und Böse geboten – inmitten einer dunkeln, gefährlichen Fantasywelt. Fans der früheren „Alice im Wunderland“-Verfilmungen könnten also durchaus etwas enttäuscht sein, da die vielen Mysterien gegen Action eingetauscht wurden, doch der „Mainstream-Zuschauer“ könnte unter Umständen besonders begeistert sein. Das mag dann auch vor allem an den hervorragenden Leistungen von Johnny Depp als Hutmacher liegen, der einmal mehr beweist, dass er wohl so ziemlich jede Rolle auf seine eigene Weise darstellen kann. Er kann erneut von Beginn an große Sympathien wecken und auch mit seiner Kostümierung eine ganz besondere Figur schaffen. Anders, als Alice-Darstellerin Mia Wasikowska, die zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig wirkt, aber im späteren Verlauf ebenso gute Leistungen abliefern kann. Sie hat hier allerdings wohl keine ganz so großen Herausforderungen und kann ihre darstellerischen Leistungen vielleicht auch nicht ganz so entfalten, wie wir es uns gewünscht hätten. Stimmig und unterhaltsam ist ihre Rolle aber dennoch. Leider hat man ihr allerdings auch eine Umgebung verpasst, die stellenweise in übertriebenem Maße viel Wert auf Fairness legt. Besonders der finale Schachbrett-Kampf wirkt bei der vorangehenden Story dann doch ein wenig klischeehaft und hätte als große „echte“ Schlacht sicher noch wesentlich besser ausgesehen. Ganz nebenbei kann „Alice im Wunderland“ aber bis dahin mit einer wirklich überzeugenden und auch innovativen Welt überzeugen. Jede einzelne Szene wurde detailvoll und einzigartig inszeniert, sodass man nie den Eindruck hat, die Kulissen würden in früheren „Alice im Wunderland“-Filmen bereits verwendet. Außerdem sorgen die dunkle Atmosphäre und die übergangslosen Bereichswechsel für eine deutlich größere Wirkung der „Landkarte“. Das Wunderland wirkt so also nicht mehr, wie eine begrenzte Fläche aus einem Computerspiel, sondern stattdessen, wie eine riesige lebendige Welt. Gleichzeitig kann der Film aber so auch schnell unübersichtlich wirken und die einengende und aussichtslose Atmosphäre früherer Verfilmungen nehmen. Doch gerade wegen der neuen Wege, die Tim Burton bei seiner Version von „Alice im Wunderland“ geht, sollte man den Film auf keinen Fall verpassen.

    Fazit:
    Tim Burton beschreitet völlig neue Wege und verpasst „Alice im Wunderland“ einen düsteren und actionreicheren Look, der gut zu unterhalten weiß.

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    Externe Review: Filmempfehlung.com bewertete “Alice im Wunderland” in ihrer Kritik mit 4/5 Punkten.