Akte X – Staffel 11 - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    Akte X – Staffel 11

    Akte X – Staffel 11


    Land/Jahr:
    USA 2018
    Genre:
    Mystery
    Regie:
    Diverse
    Darsteller:
    David Duchovny
    Gillian Anderson
    Mitch Pileggi
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    430 Minuten
    Kaufstart:
    Digital:
    18. April 2018
    (kostenpflichtig)
    Label:
    20th Century Fox

    Der aktive Dienst beim FBI, bei dem sie sich einmal mehr um die berühmten X-Akten kümmern, mag die Agenten Scully und Mulder längst wieder gepackt haben. Spannende Fälle warten auf sie, in denen sie es mit mysteriösen und übernatürlichen Phänomenen zu tun bekommen, die eigentlich keiner so recht glauben kann. Trotzdem macht ihnen aber noch immer ein persönliches Problem zu schaffen, sind sie schließlich nach wie vor auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn William. Der nämlich verfügt nicht nur über Alien-DNA und ist daher mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, sondern soll zugleich die vermeintliche Rettung für die Menschheit sein. Nur er allein soll schließlich in der Lage sein, die Menschen vor einem drohenden, alles vernichtenden Virus zu retten. Dumm nur, dass er zugleich auch in der Lage ist, in die Köpfe seiner Gegner einzudringen – und damit beste Voraussetzungen hat, sich auch vor den beiden Agenten zu verstecken…

    Kritik:
    Die Wiedereröffnung der X-Akten hatte noch in der zehnten Staffel einen denkbar holprigen Start. Bei vielen Fans kam das gute alte Feeling der Mysteryserie aus den 90iger Jahren nicht mehr auf, die Geschichten schienen einfach zu abwegig. Das soll sich nun allerdings endlich ändern, indem die neueste Staffel nicht nur um einige Folgen verlängert wurde, sondern auch wieder mehr klassische Episoden zu bieten hat.

    Der Kampf geht weiter
    Ein Problem hat allerdings auch die elfte Staffel leider bereits zum Beginn: Jeweils in der ersten und letzten Episode der zehnten und elften Staffel beschäftigt sich „Akte X“ neuerdings mit der Suche nach dem verschollenen Sohn von Mulder und Scully. Das Problem dabei ist der überaus schwierige Einstieg: Hat man die vorherige Staffel 10 also nicht gesehen, wird man in der ersten Episode dieses Mal wohl leider nur Bahnhof verstehen. Doch auch die Tatsache, dass knapp zwei Jahre zwischen den beiden Staffeln liegen, verbessert die Situation selbst für Kenner nicht gerade. Generell mag es eine denkbar schlechte Idee gewesen sein, diesen Handlungsstrang in vier Episoden zu erzählen und sie derartig weit auseinander zu platzieren. Der Story in diesem Fall zu folgen fällt recht schwer, weshalb es „Akte X“ zumindest an dieser Stelle kaum mehr schafft, den Zuschauer am Ball zu halten. Für die Fernsehausstrahlung ist das natürlich ein enormes Problem gewesen, wenn Zuschauer auf Grund dessen schnell wieder abgesprungen sind.

    Rückkehr zu den klassischen Fällen
    Umso mehr freut sich der Fan alter Zeiten dann darüber, dass „Akte X“ in jenen Episoden dazwischen wieder deutlich an Qualität zulegt und damit die vorherige zehnte Staffel klar übertreffen kann. Insgesamt mag die Qualität der einzelnen Episoden zwar sicherlich schwanken, doch mit interessanten Geschichten über unheimliche Kreaturen, neuartige Technologien und spannende Verschwörungen knüpft die elfte Staffel an die Erfolge der 90iger Jahre an und kommt zu den damaligen Erzählmustern zurück. Da funktioniert auch das Zusammenspiel der beiden mittlerweile etwas gealterten FBI-Agents hervorragend, sieht man Duchovny und Anderson ihre Harmonie sichtlich an – und da kann man dann sogar die neue Synchronstimme von Agent Mulder durchaus verschmerzen. Besonders, wenn sie sich mit verrückten Wissenschaftlern herumschlagen müssen oder auf mordende Gruselwesen in einem Wald stoßen, kann es tatsächlich schwer fallen, die neuen Episoden von den damaligen zu unterscheiden.

    Die neue Experimentierfreudigkeit
    Trotzdem fällt auf, dass die ein oder andere der zehn Episoden durchaus thematisch ein wenig aus der Reihe tanzt. Etwas absurd mag etwa die Referenz auf alte, trashige Science-Fiction-Klassiker anmuten, bei denen sich die beiden FBI-Agents einige verrückte Wortspiele mit ihrem ehemaligen Vorgesetzten liefern und dabei beinahe selbst aus einer abgedrehten Konkurrenzserie stammen könnten. Da erlebt so mancher Zuschauer womöglich eher einen „WTF-Moment“, als die Episode tatsächlich ernst nehmen zu können. Anders hingegen die leicht an „Black Mirror“ angelehnte Episode um künstliche Intelligenz, die sich gegen die beiden Agents verschworen hat und auf faszinierende Weise direkt aus dem realen Leben gegriffen sein könnte. Die Kritik an der Digitalisierung und zukünftigen Technologien mag zwar für „Akte X“ ungewöhnlich sein, präsentiert aber zugleich eine der spannendsten und fesselndsten Episoden, selbst wenn sie zum Ende hin etwas zur Übertreibung neigt. Damit ist aber klar: Selbst, wenn die vorherige Staffel nicht überzeugt haben mag, sollten Fans der elften und womöglich letzten Staffel doch noch einmal eine Chance geben.

    Fazit:
    Trotz kleinerer Schwächen etwa beim vierteiligen Handlungsstrang rund um den gemeinsamen Sohn der beiden FBI-Agents kommt in den Episoden dazwischen wieder echtes „Akte X“-Feeling auf, das an die Erfolge der 90iger Jahre erinnert und zu einer sichtlichen Steigerung der Neuauflage führt.

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