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    Battleground

    Battleground


    Land/Jahr:
    AUS 2013
    Genre:
    Kriegsfilm
    Regie:
    Johan Earl
    Adrian Powers
    Darsteller:
    Johan Earl
    Tim Pocock
    Martin Copping
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    99 Minuten
    Kaufstart:
    22. Oktober 2013
    Label:
    Pandastorm


    Frankreich im Jahre 1916: Der erste Weltkrieg ist in Europa bereits in vollem Gange und die englischen Streitkräfte liefern sich erbitterte Schlachten gegen die deutschen Truppen. Bereits jetzt haben die feindlichen deutschen Soldaten zahlreiche britische Stellungen erobert und scheinen dabei zu sein, sich den Sieg zu sichern. Nach mehreren erfolglosen Gegenangriffen durch die britische Armee wird Sergeant Major Wilkins als erfahrener Soldat beauftragt, mit seiner Infanterie an die Front zu stürmen und einen finalen Angriff durchzuführen. Bereits im Vorfeld ist ihm klar, dass es sich dabei um ein reines Selbstmordkommando handelt, das völlig aussichtslos scheint. Nur wenige seiner Männer überleben den Angriff und kriechen fortan verwundet zwischen den Fronten herum. Doch während die verbliebenden Truppen innerhalb der Stellung lediglich auf den nächsten Artillerieangriff warten, ist der deutsche Feldwebel Schulz fest entschlossen, jeden Überlebenden auf dem Schlachtfeld zu jagen und niederzumetzeln. Für Wilkins und seine Männer scheint es kaum eine Möglichkeit zu geben, in ihre eigene Stellung zurückzukehren. Doch wird er seine Infanteriesoldaten dennoch vor dem Feind und dem nächsten Angriff retten können?

    Kritik:
    Die ausländischen und teils exotischen Kriegsfilme der erfolgreichen Pandastorm-Reihe gelten bereits seit einigen Jahren als überwiegend hochwertig und intensiv. Mit dem australischen „Battleground“ zeigt man nun den ersten Weltkrieg einmal aus britischer Sicht – natürlich im Kampf gegen die bösen und erbarmungslosen Deutschen.

    Schlamm für Briten
    Bereits aus Sicht der Handlung ist das schon fast überaus einfallsreich. Da dachten Genrefans schließlich in der Vergangenheit nicht selten, die Filmindustrie würde fast nur noch die Ereignisse des zweiten Weltkrieges beachten, da reist „Battleground“ einmal ein wenig zurück in der Zeit und zeigt Bilder aus dem vorangegangenen Weltkrieg. Zum Glück sind die Kriegsfilme von Pandastorm nämlich dafür bekannt, eher vernachlässigte Szenarien darzustellen und oftmals auf kriegerische Ereignisse einzugehen, die den meisten Menschen in unserem Land völlig unbekannt sind. So entführte man uns schließlich bereits nach Katyn und El Alamein und liefert uns dieses Mal eine der französischen Schlachten aus dem Jahre 1916. Dieses Jahr war in Frankreich schließlich eines der gefährlichsten und gewalttätigsten ihrer Zeit, denn im Sommer donnerten die Bomben und Kugeln nicht nur auf einem Schlachtfeld den Männern um die Ohren. Um welches es sich dabei konkret handelt, erschließt sich uns im Film allerdings leider nicht, denn der Schauplatz wäre generell leicht austauschbar. Da legt man nicht unbedingt viel Wert auf historische Details.

    Nur die Harten kommen in den Graben
    Stattdessen überzeugt „Battleground“ auf sehr eigene und intensive Art und Weise. Man betrachtet erst gar keine riesigen Schlachten und strategischen Feldzug, sondern hält sich grundsätzlich an nur einem Ort auf. Ein Schlachtfeld, ein Graben, eine Stellung und dazwischen die Fronten. Spannend wird der Streifen allerdings nicht während der Kampfaktionen, sondern viel mehr danach. Denn die Regisseure Johan Earl und Adrian Powers wagen einen mutigen und einzigartigen Schritt: Die Geschichte handelt tatsächlich von verwundeten Männern, die durch den Schlamm auf dem Schlachtfeld robben und dabei möglichst nicht gesehen werden dürfen. Ein Fehler und ein Schritt in das Sichtfeld der Feinde könnte bereits der Tod des Soldaten bedeuten. Die intensive und fesselnde Atmosphäre kommt deshalb zustande, weil sich die Protagonisten stets langsam, vorsichtig und durchdacht bewegen müssen, dabei aber dennoch längst ganz andere Sorgen haben. Die Schlacht ähnelt einer Menschenjagd auf nur drei Personen – doch diese Herausforderung nehmen die Deutschen doch nur allzu gerne an.

    Ein Schuss, ein Treffer
    Es ist schon ein wenig erschreckend, mit welchem Spaß scheinbar die deutschen Streifkräfte tatsächlich andere Menschen jagen. Obwohl die britischen Gegner bereits stark verwundet sind, lauern die deutschen Streitkräfte leise und mit Ferngläsern in ihrer Stellung und warten nur darauf, den Feind wie ein wildes Tier über den Haufen zu schießen. Es geht nicht um den Sieg, um Notwendigkeit oder um strategische Vorteile – es geht lediglich um den persönlichen Spaß bei der Jagd auf andere Menschen. Damit ist „Battleground“ aber auch hochrealistisch hinsichtlich seiner kriegerischen Darstellung. Man zeigt die gesamte Kriegssituation nicht nur ungeschönt, sondern auch die Action völlig glaubwürdig. Hier kann schließlich kein einzelner Held einfach durch das Bild rennen und mittels Brachialaction gleich fünfzig Gegner gleichzeitig ermorden. „Battleground“ ist schließlich kein „Expendables“, sondern ein Kriegsfilm, bei dem jeder Fehler und jeder Schuss bereits ein Treffer sein kann – trotz Helm und Uniform. Die Gefährlichkeit des Schlachtfeldes glaubwürdig nah an den Zuschauer heran gebracht. Beeindruckend und ein Muss für Fans von (Welt)Kriegsfilmen.

    Fazit:
    Einer der realistischsten und intensivsten Kriegsfilme aller Zeiten: „Battleground“ begibt sich direkt zu den Infanteriesoldaten in den Schlamm und entwickelt sich zu einer trophäenartigen Menschenjagd ohne echten Helden.