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    Küss den Frosch

    Küss den Frosch


    Land/Jahr:
    USA 2009
    Genre:
    Zeichentrick
    Regie:
    John Musker
    Roger Clements
    Darsteller:
    -
    FSK:
    ab 0 Jahren
    Dauer:
    93 Minuten
    Kaufstart:
    15. April 2010
    Label:
    Disney



    Als Kind konnte sich Tiana nie wirklich für die Geschichte des Froschkönigs begeistern, einen Frosch zu küssen, schien sogar gänzlich undenkbar. Heute, im Erwachsenenalter hat sie allerdings ganz andere Sorgen, denn der Ernst des Lebens steht vor der Tür. Tiana arbeitet nämlich inzwischen Tag und Nacht als Kellnerin, um finanziell irgendwie über die Runden zu kommen und möglichst bald ihr eigenes Restaurant zu eröffnen. Als sie dann allerdings kurz vor dessen Eröffnung steht und plötzlich einem sprechenden, vorlauten Frosch begegnet, kommen die Kindheitserinnerungen plötzlich wieder hoch und sie kann sich doch dazu überwinden, ihn zu küssen. Dumm nur, dass dabei nicht der Frosch in einen Prinzen verwandelt wird, sondern viel mehr sie in einen Frosch. So müssen sich die beiden also fortan gemeinsam auf die Suche nach einer alten Voodooqueen machen, die beide von ihrem Fluch erlösen kann.

    Kritik:
    Während fast jeden Monat irgendein neuer Animationsfilm in die Kinos kommt, haben Fans der klassischen Filme lange darauf gewartet, endlich wieder einen richtigen Zeichentrickfilm sehen zu können. Nun soll es also endlich soweit sein, dass wir mit „Küss den Frosch“ einen solchen geboten bekommen, denn Disney hat sich erneut dazu überwinden können, einen richtig klassischen Zeichentrickfilm zu inszenieren, bei der selbst die Animationen und Zeichnungen genauso aussehen, wie noch vor vielen Jahren. Im Gegensatz zur Animation, ist allerdings der eigentliche Handlungsablauf gar nicht so konventionell, wie er auf den ersten Blick scheint. „Küss den Frosch“ hat nämlich die alte Geschichte des Froschkönigs gewaltig umgekrempelt, sodass hier nicht mehr der Frosch zu einem Prinzen wird, sondern das Mädchen aus armen Verhältnissen sich plötzlich in einen Frosch verwandelt. Statt klassischem Märchen entwickelt sich „Küss den Frosch“ so also schnell zu einem Tierabenteuer, das uns in die Tiefen der Wälder führt. Hinzu kommt dabei außerdem ein moderner und düsterer Hauch an Voodoo-Zaubern, die den Film ein wenig zeitgemäßer machen. Doch hier kann Entwarnung gegeben werden: „Küss den Frosch“ wird dabei keineswegs so gruselig, oder gar brutal, dass kleine Kinder ihn nicht mehr sehen könnten. Ganz im Gegenteil, stattdessen sorgt dies lediglich dafür, dass der Film auch für Erwachsene ein wenig interessanter wird, ohne dabei die kindgerechte Inszenierung außer Acht zu lassen. Doch das soll längst nicht die eigentliche Besonderheit sein, denn auch bei den Charakteren wurde die Froschkönig-Geschichte deutlich verändert. Statt einer Prinzessin, die sich sehnlichst einen Prinzen wünscht, sehen wir eher die klassische Story einer jungen Frau aus armen Verhältnissen, die ihre wahre Liebe längst noch nicht gefunden hat. In gewisser Weise mag das also auch eine klassische Liebesgeschichte sein, die einen gewissen Anteil an Kitsch natürlich nicht auslässt. Hinzu kommt hierbei allerdings ein interessanter und überraschender Gleichberechtigungsgedanke, denn die Hauptfigur in „Küss den Frosch“ ist entgegen aller Erwartungen eine Farbige. Und das dürfte in einer Märchenverfilmung eine Tatsache sein, die man selbst in der heutigen Zeit noch überraschend findet, auch wenn dies zugleich auch einen positiven Eindruck macht. Passenderweise wurden aber auch gleich alle Vorurteile über Bord geworfen, denn der Prinz in Form des Frosches ist keineswegs reich, sondern kurz vor der Pleite. Erst durch die Hochzeit mit seiner zukünftigen Frau, soll er endlich wieder finanziell über Wasser kommen – doch dabei steht Tiana bekanntlich im Wege, die sich prompt in den Froschprinzen verliebt. Insgesamt also eine spannende und interessante Story, die viele Überraschungen zu bieten hat und das alte Märchen sehr unkonventionell umsetzt. Eine Sache, die allerdings doch wieder etwas weniger unkonventionell ausgefallen ist und so manch einen Zuschauer schnell auf die Nerven gehen könnte, ist der für Disney typische Gesang. In Extremfällen dürfen wir uns gar innerhalb von 15 Minuten gleich drei Songs anhören. Nicht, dass diese etwa schlecht seien, ganz im Gegenteil, doch hätte es Disney einfach nicht dermaßen übertreiben müssen. Wie gut also, dass Zeichentrickfans bereits wissen sollten, worauf sie sich hierbei einlassen und über die Gesangseinlagen wohl wenig überrascht sein werden. Trotzdem hätte Disney auch hier neue Wege beschreiten können, denn gewünscht hätten sich das sicher viele. Wer dies allerdings verschmerzen kann, bekommt neben den bereits genannten positiven Inhalten, auch gleich noch absurde und sympathische Charaktere geboten, denn insbesondere das Musik-liebende Krokodil und das Glühwürmchen Ray dürften besonders gut beim Publikum ankommen.

    Fazit:
    Unkonventionelle Verfilmung des Froschkönigs im guten alten, klassischen Zeichentrickstil, der uns top-animierte Figuren und sympathische Charaktere liefert.

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