• Startseite|
  • News|
  • Games|
  • Kino|
  • Bücher|
  • Verlosung|
  • Partner|
  • Impressum
  • Review

    The Ward

    The Ward


    Land/Jahr:
    USA 2010
    Genre:
    Horror
    Regie:
    John Carpenter
    Darsteller:
    Amber Heard
    Mamie Gummer
    Danielle Panabaker
    Lyndsy Fonseca
    Jared Harris
    FSK:
    ab 18 Jahren
    Dauer:
    85 Minuten
    Kaufstart:
    16. Februar 2012
    Label:
    Concorde


    Nachdem Kristen angeblich ein gesamtes Haus niedergebrannt hat, wird sie in die psychiatrische Klinik des North Bend Hospitals eingeliefert. Doch während Dr. Stringer versucht, ihr und vier weiteren jungen Frauen mit speziellen experimentellen und zweifelhaften Therapiemethoden zu helfen, hat sie scheinbar ihr gesamtes Gedächtnis verloren. Sie kann sich weder daran erinnern, wie sie in die Station eingeliefert wurde, noch daran, dass sie ein Haus niedergebrannt haben soll. Dumm nur, dass auf der Station bereits schreckliche Dinge geschehen und sie nachts auf den Fluren eine mysteriöse gruselige Gestalt wahrnehmen kann. Für Kristen steht damit fest: Sie muss die Wahrheit über die Geschehnisse herausfinden und dem Phänomen auf die Schliche kommen. Doch schnell wird diese Wahrheit ihr das Fürchten lehren, denn der Tod greift auf der Station längst um sich…

    Kritik:
    Bereits zehn Jahre ist es her, dass der berühmte Horrorfilm-Meister John Carpenter seine letzte Regiearbeit übernommen hatte. Doch nach diversen mehr oder minder erfolgreichen Arbeiten als Produzent, kommt es nun endlich mit seinem neuesten Werk zurück. In „The Ward“ übernahm er nun erneut den Regiestuhl und präsentiert uns einmal mehr einen sehr klassischen Horrorstreifen, in dem er erneut unter Beweis stellt, dass ihm altbekannte Stilmittel ganz besonders gut liegen.

    Gruselige Psychiatrie
    Nun versucht Carpenter erneut, uns die Abgründe der menschlichen Psyche vor Augen zu führen und entführt uns in die Lage einer jungen Psychiatrie-Patientin, die unter ängstlichen Umständen fortan ihr Leben hinter geschlossenen Türen verbringen muss. Mit typisch zweifelhaften Methoden wird das Mädchen so unter Drogen gesetzt und der Zuschauer in die Irre geführt. Für den Zuschauer ist damit schnell unklar, welche Ereignisse tatsächlich geschehen sind und was lediglich den Einbildungen einer psychisch Kranken entsprungen ist. Dabei bedient sich Carpenter an den alten Stilmitteln, wie einem gekonnten Einsatz der Lichteffekte und Schockmomente. Mit flackerndem Licht in den düsteren Fluren der Station wird eine überaus gruselige und beängstigende Atmosphäre geschaffen, die den Zuschauer schnell in ihren Bann ziehen kann. Darüber hinaus gelingt es dem Regisseur erneut, die Spannung durch die Erwartung eines Schockmoments erst langsam aufzubauen und dann im richtigen entscheidenden Moment den Zuschauer zu erschrecken. Der ein oder andere wird sich dabei wohl selbst erwischen, wie er in einem unerwarteten Moment plötzlich heftig zusammenzuckt – und das beweist einmal mehr die Qualitäten von John Carpenter.

    Die abnormale Normalität
    Doch auch aus Sicht der Charakterzeichnungen und deren Umgebung gelingt John Carpenter etwas außergewöhnliches. Erstmals wird darauf verzichtet, die Räumlichkeiten und Patienten einer Psychiatrie in übermäßigem Maße zu überzeichnen, weshalb hier einigermaßen normale, aber gleichzeitig abnormale Persönlichkeiten eingebaut wurden. Hier sitzt eben niemand mit Zwangsjacken im Aufenthaltsraum und gibt merkwürdige Laute von sich, während andere wirr in der Gegend herumlaufen. Ganz normale Menschen schauen hier fernsehen, während sich die Patientinnen über scheinbar übliche Dinge unterhalten. Und doch hat jeder tief im Innern seine ganz persönlichen Eigenheiten und erzeugen damit eine subtile Abnormalität, die erst im Detail die Zustände von psychisch Kranken deutlich machen. Insbesondere diese äußerliche Normalität mit den abnormalen Kleinigkeiten sorgen dann für einen größeren Effekt, wenn die Überraschungsmomente dann eintreten – und sind dann auch zum Ende hin für ein fulminantes Finale hervorragend zu gebrauchen. Trotz keiner ganz so neuartigen Geschichte macht „The Ward“ also beinahe alles richtig und ist zu einem atmosphärischen Psycho-Horror geworden, der uns bis zum Ende mitreißen kann.

    Fazit:
    In seinem neuesten Werk überzeugt Horror-Legende John Carpenter erneut mit alten Stilmitteln, bei denen er seine Erfahrung und Qualitäten unter Beweis stellen konnte. „The Ward“ wurde damit zu einem atmosphärischen Streifen, der jeden Zuschauer in seinen Bann ziehen kann.