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		<title>Der Marathon-Mann</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 23:38:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Marathon-Läufer Thomas Levy gilt als einer der gebildetsten Studenten der Columbia University. Seit dem Tod seines Vaters beschäftigt er sich ausgiebig mit dessen Hintergründen und versucht verlegen, den Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht aufzunehmen. Nach erstem Erfolg und diversen Besuchen von seinem Bruder, ahnt er jedoch noch nicht, in welche Sache vor allem seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Marathon-Läufer Thomas Levy gilt als einer der gebildetsten Studenten der Columbia University. Seit dem Tod seines Vaters beschäftigt er sich ausgiebig mit dessen Hintergründen und versucht verlegen, den Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht aufzunehmen. Nach erstem Erfolg und diversen Besuchen von seinem Bruder, ahnt er jedoch noch nicht, in welche Sache vor allem seine neue Geliebte verwickelt ist. Schon bald findet er sich inmitten einer Intrige um einen Diamantenraub und in den Fängen des KZ-Zahnarztes Christian Szell wieder. Plötzlich nimmt das Unheil seinen Lauf…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Es mag Filme geben, die niemand so schnell vergisst, auch wenn sie bereits fast vierzig Jahre auf dem Buckel haben. Auf den Thriller „Der Marathon-Mann“ aus dem Jahre 1976 mag das durchaus zutreffen, wurde Laurence Olivier schließlich seiner Zeit für den Oscar nominiert. Da erfreut es doch das Herz eines jeden Heimcineasten, diesen Film endlich auch auf BluRay genießen zu können.</p>
<p><strong>Stilistik der 70er</strong><br />
Natürlich, wie viele eingefleischte Filmfans wissen, haben die alten Filme ihren ganz besonderen Charme. Im Vergleich zu den heute auf Hochglanz polierten Actionstreifen verzichtet man noch auf übertriebene Effekte oder zu hohes Tempo und konzentrierte sich stattdessen auf eine gute Kameraarbeit und tolle Charaktere. Das mag dem „Marathon-Mann“ auch ziemlich leicht gelingen, denn mit guten Perspektiven schafft es Regisseur John Schlesinger stets ein „Mittendrin-Gefühl“ zu erzeugen. Die Kamera wird dabei jedes Mal so positioniert, dass wir uns nicht nur auf die Charaktere, sondern gleichzeitig auch auf die Location konzentrieren können – macht der junge Dustin Hoffman dann einmal eine Joggin-Runde um den Fluss, können wir im Hintergrund auch gleich auf das beeindruckende New York blicken – und wir bekommen schnell den Eindruck irgendwie mitten in dieser Stadt zu sein. Natürlich mag das auch Schwächen haben, sieht ein Film aus dem Jahre 1976 immerhin nicht mehr so gut aus. An vielen Stellen kann man dem Streifen auch in hoher Auflösung ansehen, dass er eben optisch etwas angestaubt ist, wenngleich die Bildqualität zwischen aufgewerteter HD- und normaler DVD-Qualität ein wenig schwankt, ohne jemals hässlich zu erscheinen. </p>
<p><strong>Keine Hektik</strong><br />
Man kann aber andererseits auch gut die Mentalität der damaligen Filmemacher gut erkennen. Hohes Tempo kommt in „Der Marathon-Mann“ schließlich erst sehr spät auf, weshalb sich der Film in der kompletten ersten Hälfte ungewöhnlich, wenn nicht gar ermüdend langsam gibt. Im Vergleich zu heutigen Verhältnissen kann man das beinahe als lahmarschig bezeichnen – doch gerade deshalb hat man eben ein wenig Zeit, sich genauer auf die Charaktere und die Handlung zu konzentrieren und bekommt auch die Gelegenheit über das Geschehen etwas mehr nachzudenken. Gleichzeitig bietet „Der Marathon-Mann“ aber auch einen sehr subtilen Spannungsaufbau, der zum späteren Verlauf an Fahrt aufnimmt. Sobald erst einmal die Flucht vor den Gegnern zustande kommt, hält diesen Film nichts mehr. Das mag zwar dennoch, für heutige effektgeladene Filme, langsam erscheinen, doch nicht weniger spannend. Schade eben nur, dass der Film erst so spät in die Gänge kommt.</p>
<p><strong>Intelligente Antisemitismus-Konfrontation</strong><br />
Doch während der Streifen einerseits nur geringfügiges Tempo zu bieten hat, erleben wir andererseits wiederum eine intelligente Bildsprache und schlaue Dialoge. Bereits die Rennfahrt zwischen einem Nazi und einem Juden gehört wohl zu den eindrucksvollsten und intelligentesten Szenen der Filmgeschichte und kann sehr unterschwellig, aber intelligent zum Nachdenken anregen, ohne dem Zuschauer gleich alles auf die Nase zu binden. Da wird man immerhin noch selbst zum Nachdenken aufgefordert und bekommt eine interessante amerikanische Sicht auf diesen Konflikt geboten. Mitunter sind allerdings nicht alle Dialoge in der deutschen Synchronisation so gelungen, wirken diese stellenweise etwas zu künstlich, insbesondere auch in Hinblick auf Marthe Keller, die hier die Geliebte Elsa verkörpert. Auf der anderen Seite kann Dustin Hoffman dies mit ausgesprochen guten und authentischen schauspielerischen Leistungen wieder wett machen. Kurz gesagt: „Der Marathon-Mann“ mag zwar sicherlich nicht zu den Meisterwerken der Filmgeschichte gehören, aber immerhin Spannung auf intellektuell vergleichsweise hohem Niveau bieten. Dieser Film sollte daher in keiner gut gepflegten Sammlung fehlen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Ein Klassiker aus dem Thriller-Genre, der nur langsam in Fahrt kommt, aber mit intelligenter Bildsprache, guten schauspielerischen Leistungen und hoher Spannung in der zweiten Hälfte überzeugen kann.</p>
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		<title>Cloud Atlas</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 21:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahre 1849 lernt ein Anwalt auf hoher See, die negativen Seiten des Lebens kennen. Denn nur als weißer wohlhabender Mann hat er die Privilegien der Freiheit zu genießen. Seinesgleichen halten unterdessen die schwarze Bevölkerung als Arbeitssklaven in der glühend heißen Sonne und unter schmerzhaften Bedingungen. Exakt 87 Jahre später verlässt ein junger Komponist seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahre 1849 lernt ein Anwalt auf hoher See, die negativen Seiten des Lebens kennen. Denn nur als weißer wohlhabender Mann hat er die Privilegien der Freiheit zu genießen. Seinesgleichen halten unterdessen die schwarze Bevölkerung als Arbeitssklaven in der glühend heißen Sonne und unter schmerzhaften Bedingungen. Exakt 87 Jahre später verlässt ein junger Komponist seinen homosexuellen Liebhaber, um einem alternden Mann zum ewigen Ruhm zu verhelfen, doch auch er hat mit der Unfreiheit seines Geistes zu kämpfen. Nicht viel besser geht es da der aufstrebenden Journalistin im Jahre 1973, die alles daran setzt, eine Atom-Intrige aufzudecken. Die Ölkonzerne setzen schließlich alles daran, ihre Pläne umzusetzen und gefährden damit sowohl das Leben der Journalistin, als auch das Leben der gesamten Menschheit. Ganz persönliche Probleme hat dagegen ein alter Mann im Jahre 2012, der entgegen seines Willens und trotz klarem Verstand von seinem eigenen Bruder ins Altenheim abgeschoben wird. Was ihn da erwartet, hat mit Freiheit wohl ebenso wenig zu tun, wie die Zustände in der Sklaverei. Noch düsterer wird es dagegen im Jahre 2144, wenn geklonte Kellnerinnen versklavt und manipuliert werden, um großen Konzernen möglichst hohe Lohnkosten zu ersparen. Kein Wunder also, dass die post-apokalyptische Welt im Jahre 2346 dann so einige Probleme ausbaden muss, während ein weiterer Mann gegen seine eigenen übernatürlichen Kräfte ankämpft. Doch unabhängig davon, in welcher Zeit sie leben, haben sie doch alle eines gemeinsam: Sie kämpfen für die Freiheit. Die Freiheit der Menschheit, die Freiheit des Geistes und die Freiheit einer Idee – wiedergeboren in einem jeweils einzigartigen Menschen.</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Die Menschheit ist immer gleich geblieben, behaupten die Theorien mancher sehr gebildeter Menschen. Trotz jeglicher industrieller und technischer Entwicklung bleibt sie doch das Grundübel der Welt, eine zerstörende Kraft die sich selbst versklavt und vernichtet, während nur einige wenige eine wichtige Idee weitergeben: Die Idee der Freiheit, die jegliche Generationen zu überdauern scheint.</p>
<p><strong>Butterfly Effect</strong><br />
„Cloud Atlas“ ist ein faszinierender Film, der sich mit eben dieser Idee und dem sogenannten Schmetterlings-Effekt befasst. Ein Film, der davon ausgeht, dass jede Entscheidung und jede Handlung zu einer Veränderung der Zukunft beiträgt. Dass alles, was jeder einzelne Mensch auf der Erde tut, in einem Schmetterlings-Effekt automatisch andere Ereignisse zur Folge hat, von denen wir kaum etwas selbst zu spüren bekommen, die jedoch für die Entwicklung der Menschheit unabdingbar sind. Um diese Theorie zu unterstützen, wird „Cloud Atlas“ in fünf verschiedenen ineinander verstrickten Episoden erzählt. Fünf Zeitabschnitte zeigen fünf verschiedene Protagonisten, teilweise von denselben Darstellern in ihrer wiedergeborenen Form besetzt, die in regelmäßigen Abständen ihre jeweiligen Szenen wechseln und den storygewaltigen Film voranschreiten lassen. Dabei ist der Streifen ein wahnsinniger Genre-Mix aus Historienfilm, Gegenwarts-Drama und aufregendem Science-Fiction-Abenteuer – aber vor allem ein visuell beeindruckender Streifen, der nachhaltigen Eindruck hinterlassen wird. Die Effekte der Zukunftsszenarien sind ebenso spektakulär, wie die detaillierten Naturaufnahmen und die tollen Kostüme der Vergangenheit. Kaum ein Film hat es jemals geschafft, so viele Zeitabschnitte in so vielen Details erstklassig wiederzugeben.</p>
<p><strong>Die Freiheit</strong><br />
Dabei handelt „Cloud Atlas“ eigentlich von einem recht simplen Thema: Die Freiheit. In jeder Epoche berichtet das Sci-Fi-Historien-Abenteuer-Drama von der Grundidee der Freiheit in jeglichen Facetten und ihrer Wiedergeburt in verschiedenen Personen. Ob diese Personen dabei direkte Nachfahren ihrer Vorgänger sind oder lediglich eine Grundidee im Geiste wiedergebären, bleibt dabei fraglich und diskussionswürdig – doch nach der Zeit werden die Zusammenhänge immer weiter aufgedeckt. Auf den ersten Blick ist „Cloud Atlas“ damit kein einfacher und vor allem kein leicht zugänglicher Film. Die Zusammenhänge der einzelnen Episoden sind zunächst nicht ganz ersichtlich, müssen erst später herausgefunden werden. Doch spätestens der Science-Fiction-Part kann uns so stark in seinen Bann ziehen, dass wir auf jeden Fall die Hintergründe dieser gewaltigen Story herausfinden wollen. Sobald dann immer mehr Inhalte aufgedeckt werden und mehr Tempo aufkommt, kann uns „Cloud Atlas“ bis zum  Schluss vollkommen mitreißen und wird zu einem der besten Filme, der letzten Jahre. Denn das, was wir hier inhaltlich geboten bekommen, gleicht einem Meisterwerk – und lässt noch Stunden nach dem Film reichlich Platz für spannende Diskussionen, oder gar einer zweiten Sichtung, die weitere Einzelheiten klar werden lässt. Umso beeindruckender, dass all das inszenatorisch hervorragend zueinander passt und besser kaum hätte umgesetzt werden können.</p>
<p><strong>Wiedergeburt der Stars</strong><br />
Die gute Umsetzung haben wir aber auch einer echten Top-Besetzung zu verdanken. Insbesondere Tom Hanks in seinem post-apokalyptischen Zukunftsszenario voller Zweifel und Ängste könnte authentischer kaum sein, sodass wir schnell an alte Filme, wie „Cast Away“ erinnert werden. Obwohl inhaltlich in einer völlig anderen Liga spielend, erkennen wir seine schauspielerischen Leistungen sofort wieder. Unterdessen darf sich Halle Berry in einer sehr wandlungsreichen Doppelbesetzung wiederfinden und spielt sogleich eine Journalistin in den 70ern, wie auch eine vermeintliche Suchende in der post-apokalyptischen Welt. Kommt dann auch noch Jim Broadbent in der Gegenwart als ausbrechender Altenheim-Bewohner dazu, erhält „Cloud Atlas“ auch noch sehr witzige Momente, dessen Unterhaltungswert nicht zu verschweigen ist. Doch wie bereits erwähnt, vereint alle der Grundgedanke der Freiheit der Person und der Freiheit des Geistes, in welcher Form auch immer sie in der jeweiligen Zeitepoche zu suchen ist – und wir werden schon bald erschreckende Parallelen zu unserer realen Welt wiederfinden. „Cloud Atlas“ ist damit mehr als nur eine einfache Erzählung und weit mehr als nur Entertainment, sondern ein tiefgründiges Meisterwerk, dessen hintergründige Gedanken nahezu philosophische, freigeistige und hochgebildete Züge annehmen. Diesen Film muss man gesehen haben!</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Faszinierender Genre-Mix aus Historienfilm, Action, Drama und Science-Fiction um den Grundgedanken der Freiheit des Geistes und der Wiedergeburt einer Idee. Ein Meisterwerk, das die Messlatte in puncto Story weit nach oben versetzt und intellektueller, sowie facettenreicher kaum sein könnte. „Cloud Atlas“ sorgt für Diskussionsstoff und unvergessliche Unterhaltung.</p>
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		<title>The Killing Floor</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 18:13:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Der erfolgreiche Literatur-Agent David kann es sich leisten, in einer der teuersten Penthouse-Wohnungen in Manhattan zu wohnen und versteht es hervorragend, anderen Menschen mit Geschichten, große Angst einzujagen. Kurz nach der Einweihungsparty seiner neuen Wohnung, hat er selbst allerdings allen Grund sich zu fürchten: Ein mysteriöser Mann taucht vor seiner Haustür auf und behauptet allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der erfolgreiche Literatur-Agent David kann es sich leisten, in einer der teuersten Penthouse-Wohnungen in Manhattan zu wohnen und versteht es hervorragend, anderen Menschen mit Geschichten, große Angst einzujagen. Kurz nach der Einweihungsparty seiner neuen Wohnung, hat er selbst allerdings allen Grund sich zu fürchten: Ein mysteriöser Mann taucht vor seiner Haustür auf und behauptet allen Ernstes, David würde illegal in dessen Wohnung leben. Fortan findet er zudem regelmäßig Umschläge mit erschreckenden blutigen Bildern in seiner Wohnung, die darauf schließen lassen, dass einst ein schrecklicher Mord geschehen ist. Ständig unter Beobachtung fühlt sich David plötzlich nicht mehr sicher und er beginnt, nach den Hintergründen für die Ereignisse zu suchen – doch noch ahnt er nicht, welches grausame Spiel wirklich mit ihm gespielt wird…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Der Umzug in eine neue Wohnung, in der womöglich schreckliche Dinge geschehen sind, bietet immer ein mulmiges Gefühl und eine gewisse Furcht. Kommt dann auch noch eine gewisse Platzangst hinzu und wohnt man im 15. Stockwerk, das hauptsächlich mit einem Aufzug zu erreichen ist, mag das für einen solchen Bewohner umso schlimmer sein. Doch zugegeben: Eine neue Geschichte ist das nicht gerade, oder?</p>
<p><strong>Das unbekannte Fremde</strong><br />
„The Killing Floor“ lässt sich also hervorragend in die Kategorie jener Thriller und Horrorfilme einordnen, in denen neue unbekannte Wohnungen für Angst und Schrecken sorgen, weil unklar sein mag, wer sich alsbald in die Wohnung begeben kann. Nächtliche Geräusche, ein ständiges Beobachtungsgefühl und mysteriös auftauchende Gegenstände lassen schnell vermuten, dass ein Einbrecher den Zugriff auf das so schützende Heim hat. Die Wohnung wird plötzlich nicht mehr zu einem sicheren Ort, sondern zu einer gefährlichen Falle, was den Steifen recht klaustrophobisch und furchteinflößend erscheinen lässt. Nach und nach entwickelt sich dabei eine überaus dichte Atmosphäre, die uns jederzeit fesseln kann – und uns zum Rätseln einlädt, wer wohl hinter all den Ereignissen stecken mag. Protagonisten gäbe es dafür jedenfalls genügend und so manch einer hat ein nachvollziehbares Motiv.</p>
<p><strong>Schleppende Atmosphäre</strong><br />
Zunächst kommt „The Killing Floor“ dabei etwas schleppend in Gang und kann nur langsam Atmosphäre aufbauen. Die Umgebung wirkt einfach zu freundlich und einladen, all die Menschen viel zu sicher. Im ersten Drittel müssen wir daher auf dichte Atmosphäre noch verzichten und dürfen uns eher das wohlhabende, etwas zu schöne Leben der Hauptfigur ansehen. Die Tatsache, dass die Bildqualität außerdem recht körnig erscheint, mag für die Atmosphäre außerdem nicht immer von Vorteil hat. Entwickelt sich der Thriller jedoch erst einmal zu einem packenden Kammerspiel, bei dem die Bedrohung immer größer wird und Regisseur Gideon Raff seine voyeuristischen Ansätze weiter ausbaut, kann sich „The Killing Floor“ überaus gut sehen lassen. Schnell werden wir gefesselt – und über das Ende umso überraschter sein.</p>
<p><strong>Amateure versuchen Profi</strong><br />
Eines der größten Probleme, trotz der ansonsten guten Atmosphäre, finden wir allerdings bei der Auswahl der Darsteller. Nicht jeder der Protagonisten kann schließlich überzeugen und damit finden wir eine schauspielerische Qualität, die sehr wechselhaft erscheint. Insbesondere Hauptdarsteller Marc Blucas und seine Assistentin Shiri Appleby können herausragende Leistungen zeigen und ihre wahren Motive bestens verbergen. Bei den polizeilichen Nebendarstellern, sowie der Nachbarn wirken die darstellerischen Leistungen aber eher amateurhaft – das mag zwar zu mancher Rolle am Ende passen, ist aber einfach viel zu offensichtlich. Hier hätte man sicherlich bessere Darsteller auswählen können. Trotzdem gelingt es „The Killing Floor“ jedoch zu fesseln – und das mag doch zugleich das wichtigste Argument für diesen Film sein.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
„The Killing Floor“ bietet mit seiner voyeuristischen Story zwar kein innovatives Werk und hat auch mit leichten darstellerischen Problemen zu kämpfen, kann jedoch atmosphärisch sehr gut fesseln und schnell hohe Spannung aufbauen.</p>
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		<title>Silent Hill: Revelation</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 17:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits seit Jahren ist Heather gemeinsam mit ihrem Vater Harry auf der Flucht, schon fünf Mal hat sie ihren Namen geändert. Doch die Albträume suchen sie immer noch heim und geben eine Aussicht vor dem Grauen und der Finsternis, vor der sie schon seit langem flüchten. Verfolgt von einem bösartigen Orden muss sie alles daran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits seit Jahren ist Heather gemeinsam mit ihrem Vater Harry auf der Flucht, schon fünf Mal hat sie ihren Namen geändert. Doch die Albträume suchen sie immer noch heim und geben eine Aussicht vor dem Grauen und der Finsternis, vor der sie schon seit langem flüchten. Verfolgt von einem bösartigen Orden muss sie alles daran setzen, nicht mehr mit ihrer dämonischen Zwillingsschwester vereint zu werden und vor allem nicht in die Fänge der bösen Geister zu geraten. Dumm nur, dass plötzlich ihr Vater von der Finsternis entführt wird und es nur noch eine Möglichkeit gibt, ihn zu retten: Sie muss nach Silent Hill zurückkehren…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Im Videospielsektor gehört „Silent Hill“ noch heute zu den berühmtesten und beliebtesten Horror-Franchises. Nun geht mit „Silent Hill Revelation“ der zweite Teil an den Start, sodass wir Heather erneut in der Stadt des Grauens erleben dürfen. Das ist sogar erstaunlich gut gelungen.</p>
<p><strong>Das Mädchen aus dem Spiel</strong><br />
Regisseur Michael J. Bassett hat sich nämlich richtig viel Mühe dabei gegeben, die Videospielwelt möglichst detailgetreu nachzubilden. Mit der süßen blonden Hauptdarstellerin Adelaide Clemens hätte man die Besetzung kaum besser wählen können, denn sie spielt ihre Rolle nicht nur sehr natürlich und authentisch, sondern sieht ihrem Vorbild verblüffend Ähnlich. Angefangen beim Gesicht, über Frisur und Outfit könnten wir die beiden problemlos verwechseln und finden sofort einen Wiedererkennungswert. Dafür ist man mit der Story dann vergleichsweise sparsam umgegangen. Die nämlich ist schnell erzählt und beschränkt sich größtenteils auf einen Orden, der seine Geister losschickt, um Heather in die Stadt des Bösen zu locken – inhaltlich ist das locker in einer halben Stunde erzählt, danach folgt Dauer-Gemetzel und ganz viel Action-Horror. Das hat zwar Wirkung, ist inhaltlich aber doch etwas dünn.</p>
<p><strong>Dreckiger Grusel</strong><br />
Umso besser also, dass „Silent Hill Revelation“ bei den Horror-Effekten seine großen Stärken zeigt. Durch fast den gesamten Film zieht sich ein bräunlicher Farbton, der die Szenen insbesondere in Horror-Momenten noch düsterer erscheinen lässt und einen deutlichen Kontrast zwischen harmlosen Alltagsszenen und bedrohlichem Unterwelt-Horror aufbaut. Hier spielt der Film zudem mit seinen Effekten: Häufig sind Gegner und unheimliche Phänomene unscharf und vorbeihaschend dargestellt, man spielt mit Unschärfeeffekten und zieht uns in eine verschwommene Traumwelt, die erstaunlich angsteinflößend und lebendig wirkt. Das hat einen Grund, denn Bassett ist richtig verliebt in jedes kleinste Detail am Set. Herunterhängende Objekte, kleinste Spielzeuge, Alu-Folie, der richtige Bodenbelag, mysteriöse Gegenstände – alles passt so richtig ins Bild und wir finden während den Horror-Szenen keine einzige Stelle mehr, die noch der realen Welt entsprungen zu sein scheint. Da verzichtet man dann neben extrem guten Masken auch nicht auf großartige CGI-Effekte, welche die Finsternis umso eindrucksvoller erscheinen lässt und die ganze Umgebung von der Dunkelheit aufsaugt. Eines steht also fest: Trotz dünner Story bietet „Silent Hill Revelation“ extrem gute Atmosphäre und dürfte daher vor allem bei Grusel-Fans, die auf Geister und Übernatürliches stehen, sehr schnell begeistern. Tolle Umsetzung der Spielewelt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Atmosphärische Videospiel-Verfilmung mit relativ dünner Story, aber herausragenden Horroreffekten und verblüffenden Details.</p>
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		<title>John dies at the End</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 18:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[John und Dave sind schon seit dem Besuch des Colleges engste Freunde, die ihre Wochenenden auf Partys verbringen und jeden scheiß zusammen machen. Eines ist dabei jedoch nicht ganz so offensichtlich: Dave hat eine Axt, eine sehr treue übrigens. Damit kann er allerlei Lebewesen zerstören, sei es nun ein dicker Nazi oder ein außerirdisches Insekt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>John und Dave sind schon seit dem Besuch des Colleges engste Freunde, die ihre Wochenenden auf Partys verbringen und jeden scheiß zusammen machen. Eines ist dabei jedoch nicht ganz so offensichtlich: Dave hat eine Axt, eine sehr treue übrigens. Damit kann er allerlei Lebewesen zerstören, sei es nun ein dicker Nazi oder ein außerirdisches Insekt, welches sich eines Nachts in seine Wohnung verirrt. Dumm nur, dass Dave bisher nicht ahnte, dass er diese Axt einmal ernsthaft benötigen wird. Als sein Freund John jedoch die neuartige Droge „Sojasoße“ entdeckt und plötzlich völlig abgedriftete Dinge aus einer anderen Dimension erkennen kann, braucht es nicht lange, bis auch Dave einmal in den Genuss kommt. Plötzlich ohne jegliche Übersicht darüber, welche Dinge noch real und welche seiner reinen Fantasie entspringen, machen sich die beiden auf den Weg, das Tor in eine andere Dimension zu schließen – doch gewisse Todesfälle stören womöglich ihren Versuch…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Der Regisseur Don Coscarelli dürfte nicht gerade bei vielen Filmfans bekannt sein, hat er schließlich noch keine kommerziell tatsächlich erfolgreichen Blockbuster drehen können. Einige eingefleischte Horrorfans bezeichnen seine Filme aber bereits jetzt als Kult, ganz besonders seit seinem Erfolg „Bubba Ho-Tep“, der vor etwa zehn Jahren mit einer schrägen Story die Zuschauer begeisterte. Damals durfte ein Elvis Presley im Altenheim gegen zahlreiche Mumien antreten, was überaus lustig und ziemlich absurd erschien. Mit „John dies at the end“ bliebt er seinem Stil natürlich treu – und liefert uns erneut einen völlig sinnlosen, schrägen Horrorfilm mit ganz ganz viel Humor.</p>
<p><strong>Bekiffte Ghostbusters</strong><br />
Bereits zu Beginn des Films stellen wir schnell fest, dass „John dies at the end“ regelmäßig mit einer großen Ironie spielt. Das Töten eines Menschen mit einer Axt wird damit prompt zur belustigenden Normalität und überhaupt gelingt es dem Regisseur, Brutalitäten ziemlich ironisch-witzig erscheinen zu lassen. Das mag sicherlich auch an der Tatsache liegen, dass die Protagonisten längst einer überaus wirksamen Droge verfallen sind, die den unspektakulären Titel „Sojasoße“ trägt. Damit können sie die Dinge aus einer anderen Dimension sehen und liefert damit eine skurrile, aber einfache Erklärung für das Erscheinen verschiedenster übernatürlicher Phänomene. Sofort versuchen sich die Jungs also als eine seltsam anmutende Performance von bekifften Geisterjägern und legen sich mit Geistern, Wurstmonstern, Alien-Insekten und einem schrillen Fernseh-Prediger an. Eines sollte man sich aber zu Herzen nehmen: „John dies at the end“ ist auf keinen Fall ernst zu nehmen.</p>
<p><strong>Sci-Fi-Horror-Mix mit Kuriositätenkabinett</strong><br />
Recht freizügig bedienen sich die Macher außerdem an anderen Genrevertretern. Die klassischen Geisterfilme, wie „White Noise“ und diverse Zombieaction sind damit ebenso vertreten, wie eine Anspielung auf die Zeitportale von „Primeval“. Man mischt also ziemlich viele skurrile Dinge zusammen, um eine noch skurrilere Geschichte damit zu konstruieren. Im Grunde funktioniert das auch recht gut, selbst wenn man sich doch gerne hin und wieder etwas mehr Ernsthaftigkeit in der Geschichte gewünscht hätte. Zumindest gelingt es dem Zuschauer aber, der Story gänzlich zu folgen und kann die Hintergründe nachvollziehen. Umso lustiger also, wenn Dave hin und wieder einen „neben sich stehen hat“, im wahrsten Sinne des Wortes oder er uns mit einem Hotdog-Telefonat so richtig zum Schmunzeln bringen kann. Schon bald ist damit völlig unklar, welche Teil der Handlung nun realen Ereignissen entsprechen sollen und welche lediglich eingebildete Auswirkungen der modernen Mode-Droge sein mögen. Letztendlich sorgt die geschickte Drogengeschichte aber dafür, dass wir nicht kopfschüttelnd abschalten, sondern die Sinnlosigkeit als Folge des Drogenkonsums akzeptieren können. Damit wird „John dies at the end“ schnell zu einer der witziges Horrorkomödien der letzten Zeit.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Bekiffte Ghostbusters im Kampf gegen eine andere Dimension: Don Coscarellis neuer Kult-Film mit einem genialen, skurrilen Humor in alter „Bubba Ho-Tep“-Manier. Ein Spaß für Freunde von Trash-Horrorkomödien.</p>
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		<title>Death Valley</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 18:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[In San Fernando Valley ist die Hölle los. Zombies, Vampire und Werwölfe fallen über die Bewohner der Stadt her, doch niemand kennt genau ihre Herkunft. Zur Wahrung der kommunalen Sicherheit wurde das örtliche Polizeirevier auch gleich in die Undead Task Force (UTF) umgewandelt, die sich ausschließlich um die Bekämpfung der Monster konzentriert. Täglich müssen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In San Fernando Valley ist die Hölle los. Zombies, Vampire und Werwölfe fallen über die Bewohner der Stadt her, doch niemand kennt genau ihre Herkunft. Zur Wahrung der kommunalen Sicherheit wurde das örtliche Polizeirevier auch gleich in die Undead Task Force (UTF) umgewandelt, die sich ausschließlich um die Bekämpfung der Monster konzentriert. Täglich müssen die Männer und Frauen ihr Leben riskieren, um Zombies auf brutale kaltblütige Art zu jagen, Vampire vom Blutsaugen abzuhalten und Werwölfe in engen Räumen einzusperren. Begleitet werden sie von einem Kamerateam, das sich selbst ebenfalls in Gefahr bringt, um spektakuläre blutige Bilder vom Geschehen zu erhalten. Doch mitunter sind selbst die Polizisten ein wenig überfordert…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Nachdem „The Walking Dead“ mit seinem Zombie-Thema überall auf der Welt großen Erfolg erntete und viele Fans für sich gewann, möchte wohl jeder ein Stück vom Kuchen abhaben. Gerade MTV ist unter Umständen auch dafür bekannt, ein Thema aufzugreifen und als Fake-Reality TV neu aufzuarbeiten. Die Qualitäten dürften aber wohl zu erahnen sein – oder doch nicht?</p>
<p><strong>Invasion der Monster</strong><br />
Die Idee selbst ist jedenfalls recht cool, denn hier werden verschiedene Fantasy-Monster gleich auf aufregende Weise vermischt. Zombies stoßen auf Vampire und die wiederum auf Werwölfe, die allesamt einen gewissen Nutzen an der jeweils anderen Spezies finden – und auf überaus schwierige Weise alle gleichzeitig bekämpft werden können. Das hat natürlich von Natur aus skurrile Situationen zur Folge, weshalb „Death Valley“ im Mockumentary-Stil mit Handkamera hinter den Protagonisten her rennt und den vermeintlichen Polizeialltag im „Death Valley“ zeigt. Während die ersten Folgen allerdings noch keine so richtige zusammenhängende Rahmenhandlung zu haben scheinen, entwickelt sich im späteren Verlauf eine inhaltlich recht gelungene Geschichte um den Frieden zwischen Mensch und Vampiren – die allesamt doch eigentlich die gleichen Gegner haben. </p>
<p><strong>Die idiotischsten Cops des Landes</strong><br />
So weit so gut, wäre da nicht die Umsetzung von MTV, denen es problemlos gelingt, selbst die beste Story ordentlich in den Sand zu setzen. Immerhin kennen wir ja die typischen MTV-Reality TV-Sendungen und deren… nunja, mehr oder weniger qualitativen Dialoge. Gerade deshalb werden aus eigentlich knallharten Polizisten plötzlich vorpubertierende Idioten, die sich lieber mit unterirdisch dämlichen Dialogen an sexuellen Klischees aufgeilen, als ernsthafte darstellerische Leistungen zu liefern. Allen voran der Police Captain, mache sie allesamt den Eindruck, aus 13-jährigen Kindern zu bestehen, dessen Hauptaugenmerk die weiblichen Kollegen sind, statt die Zombies, die draußen vor der Tür herum laufen. Kommt es dann zu zahlreichen sexistischen, diskriminierenden oder einfach peinlichen Äußerungen, mutet „Death Valley“ schon eher zum Abschalten an. Noch dazu beweisen sie nur selten wirklich hohe Intelligenz, denn ob Sprengstoffentschärfung, Leichenbeseitigung, oder Schaffung von Ordnung – alles versinkt allmählich immer mehr im Chaos. Das soll zwar vom Ansatz her anscheinend lustig sein, verursacht aber beim anspruchsvollen Zuschauer eher Kopfschütteln, als Lachen. In diesem Sinne: Die Umsetzung des wichtigsten Inhalts der Serie wurde vollkommen vergeigt.</p>
<p><strong>Ab in den Müll</strong><br />
Immerhin gelingt es „Death Valley“ einen Punkt gut umzusetzen: Die Gewaltszenen. Die Effekte der Zombies, sowie die zahlreichen Splatter- und Goreszenen können sich sehr gut sehen lassen und einen glaubwürdigen, ekelerregenden Eindruck hinterlassen, schließlich haben sich die Maskenbildner offensichtlich ziemlich viel Mühe gegeben, die Zombies möglichst gut darzustellen. Nebenbei versucht sich die Serie genau damit auch an unterschwelliger Gesellschaftskritik und verwandelt sich gleichzeitig in ein Kuriositätenkabinett. Müssen die Polizisten die Zombies einmal selbst entsorgen, weil die Stadtreinigung streikt, mutet das schon extrem kurios an. Leider kann man mit den Vampir-Verwandlungspartys dann ebenso überzeugen, wie mit der Zombieaufbewahrung zuhause, obwohl die Ansätze Potential gehabt hätten. Würde es sich hierbei also nicht um eine MTV-Produktion handeln, wäre die Qualität sicher um einiges höher ausgefallen.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Die skurrile Story dieses Zombie-Vampir-Werwolf-Mix hat zwar viel Potential und gute Ansätze, doch auch in diesem Fall hat MTV die Inszenierung durch pubertierenden Humor, dümmlichen Dialogen und idiotischen Darstellern völlig vergeigt. Setzen, sechs!</p>
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		<title>Jack Reacher</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 15:58:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitten in der Innenstadt betritt ein Scharfschütze das nahegelegene Parkhaus und ermordet aus sicherer Distanz gleich fünf Fußgänger auf einmal. Darunter auch die Besitzerin eines namhaften Unternehmens, sowie andere scheinbar unschuldige, ziellos ausgewählte Menschen. Der Täter scheint schnell gefunden: Ein ehemaliger Soldat, der für seinen Drang zur Tötung anderer Menschen bekannt ist und zudem als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten in der Innenstadt betritt ein Scharfschütze das nahegelegene Parkhaus und ermordet aus sicherer Distanz gleich fünf Fußgänger auf einmal. Darunter auch die Besitzerin eines namhaften Unternehmens, sowie andere scheinbar unschuldige, ziellos ausgewählte Menschen. Der Täter scheint schnell gefunden: Ein ehemaliger Soldat, der für seinen Drang zur Tötung anderer Menschen bekannt ist und zudem als verrückt gilt. Das Gerichtsverfahren lässt nur die Wahl zwischen Todesstrafe oder lebenslänglicher Haftstrafe. Daher hat er nur einen Wunsch an die Staatsanwaltschaft: Sie sollen Jack Reacher ausfindig machen. Der ehemalige Army-Kollege tritt schließlich immer zur Stelle, wenn der vermeintliche Täter gewaltigen Mist gebaut hat – doch er hat längst ein ganz eigenes Ziel: Er will den Mörder unter die Erde bringen. Gerade deshalb ist seine Erwähnung umso zweifelhafter, das Motiv für die Zusammenarbeit beider völlig unklar. Trotz erstem Widerwillen beschließt Jack Reacher jedoch mit der Anwältin des Täters zusammen zu arbeiten. Dumm nur, dass er dabei auf eine Verschwörung stößt, die sowohl seines, als auch das Leben der Anwältin schnell in Gefahr bringen könnte…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Als Buch, wie als Film ein Bestseller: Nachdem bereits der Roman von Lee Child international die Bestenliste entern konnte, dürfen sich Fans des ehemaligen Army-Soldaten nun über Tom Cruise in seiner Rolle freuen. Der Film, welcher lediglich den Titel „Jack Reacher“ trägt, basiert dabei auf dem Jack Reacher-Roman „Sniper“, erschienen bei Blanvalet – und hält sich möglichst genau an die Story.</p>
<p><strong>Stilvoller Alleingang</strong><br />
Dass man es da so genau nimmt, hat auch einen ganz besonderen Vorteil: „Jack Reacher“ hat für einen Hollywood-Blockbuster erstaunlich viel Stil, fast schon wie in den 80er Jahren. Auf große Effekthascherei verzichtet man ebenso, wie auf auswechselbare Actionhelden. Insgesamt ist der Thriller erstaunlich ruhig und vergleichsweise langsam ausgefallen. Man übertreibt es nicht mit temporeichen Schnitten, sondern konzentriert sich gekonnt auf jede einzelne Szene. Selbst in actionreichen Momenten können wir jede Bewegung und jeden Atemzug am Scharfschützengewehr genauestens beobachten, können bei Verfolgungsjagden mit einem Muscle-Car jede Handbewegung nachvollziehen und uns auch im Nahkampf voll und ganz auf die Hauptfigur konzentrieren. So wird Tom Cruise zu einer Optimalbesetzung für diesen Streifen und eben keineswegs ein beliebiger Actionstar. Sein Alleingang wirkt ähnlich cool, wie die Hauptfiguren mancher Kult-Actionstreifen aus den 80er Jahren – geniale Sprüche inklusive.</p>
<p><strong>Ein seltsames Puzzle</strong><br />
Bei der Charakterzeichnung hat man sich außerdem ebenfalls sehr viel Mühe gegeben, was man möglicherweise aber auch der Buchvorlage zu verdanken hat. Tom Cruise zeigt sich daher jederzeit mysteriös distanziert und gibt nur so viel, wie gerade eben nötig von sich preis. Er belügt seine Mitmenschen über seinen Namen und seine Herkunft und lässt auch den Zuschauer nur schwierig die Möglichkeit, seine Motive und wahren Charaktereigenschaften zu erahnen – und gerade das macht ihn so überaus interessant, so einzigartig. Auf den ersten Blick wirkt die Story dabei gar nicht so nachvollziehbar und irgendwie unlogisch. Jack Reacher verkündet recht schnell, den Täter dessen Unschuld die Anwältin eigentlich beweisen will, so schnell wie möglich unter die Erde bringen zu wollen – eben aus einer persönlichen Rechnung heraus. Gerade deshalb erscheint fragwürdig, warum der Täter ausgerechnet nach ihm fragt und umso mehr: Warum Jack Reacher der Anwältin tatsächlich hilft, statt einfach das Todesurteil abzuwarten. Doch was zunächst unlogisch klingt, entpuppt sich als riesiges Puzzle, dessen Teile erst nach und nach aufgedeckt werden. Interessante Wendungen häufen sich und das wahre Ende ist für keinen Zuschauer jemals ersichtlich. Deshalb bleibt „Jack Reacher“ auch so spannend und kann mit seiner verzwickten Story durchweg auf ganzer Linie punkten – bis am Ende jegliche Logiklöcher durch eine glaubwürdige Auflösung aus dem Weg geräumt werden. Erstklassiges Hollywood-Kino, bei dem man das Popcorn schnell mal links liegen lässt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Alleingang mit Stil: Tom Cruise zeigt sich von seiner mysteriös-coolen Seite und begibt sich in ein Story-Puzzle, das den Zuschauer bis zum Ende mit Leichtigkeit fesseln kann. Herausragend durchdacht und im perfekten Tempo inszeniert.</p>
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		<title>Dredd 3D</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 16:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Mega City One ist die größte und fast einzige Stadt der Welt, in der noch Menschen leben. Mit etwa 80 Millionen Menschen lebt dort etwa die gesamte Weltbevölkerung, doch Gewalt und Chaos herrschen in den Straßen der City vor. Lediglich die Judges sorgen noch einigermaßen für Recht und Ordnung – doch bei etwa 17000 schweren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mega City One ist die größte und fast einzige Stadt der Welt, in der noch Menschen leben. Mit etwa 80 Millionen Menschen lebt dort etwa die gesamte Weltbevölkerung, doch Gewalt und Chaos herrschen in den Straßen der City vor. Lediglich die Judges sorgen noch einigermaßen für Recht und Ordnung – doch bei etwa 17000 schweren Verbrechen pro Tag, können diese nur auf einen Bruchteil reagieren, während einige sich sogar der Korruption hingeben. Nach einem dreifachen Mord im wohl heruntergekommensten Bezirk der Stadt stehen Dredd und seine Rekrutin vor einem Problem: Das gesamte Gebäude wurde kurzerhand abgeriegelt und ein einzelner weiblicher Drogenboss regiert das Ghetto. Nun haben die beiden fast jeden Bewohner gegen sich gestellt und stehen einem wahnsinnigen Beschuss gegenüber, während die Verstärkung lange auf sich warten lässt. Dumm nur, dass damit eine verrückte Hetzjagd um Leben und Tod beginnt…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Im Jahre 1995 konnte Sylvester Stallone mit „Judge Dredd“ zahlreiche Fans gewinnen. Nun, über zehn Jahre später macht es sich Regisseur Pete Travis zur Aufgabe, ein Remake entsprechend der Story aus dem Original zur verfilmen – und besetzt auch gleich die Hauptrolle mit „Star Trek 12“-Star Karl Urban. Da dürfte es wenig verwundern, dass hier große Action auf uns wartet.</p>
<p><strong>Hetzjagd durchs Ghetto</strong><br />
Die Geschichte hält sich dabei möglichst genau an die Vorgaben. Auch in diesem Fall dürfen wir Judge Dredd dabei beobachten, wie er mit seiner jungen Rekrutin für Recht und Ordnung eintritt und dabei oftmals drakonische Strafen verhängt. Die Todesstrafe spielt dabei eine enorme Rolle und für Gnade scheint praktisch keinen Platz zu sein. Einmal das Urteil gefällt, geht er knallhart und skrupellos vor. Dass man sich dabei nicht gerade mit übertriebenen Actionszenen zurückhält, dürfte uns wenig verwundern – und die sind tatsächlich übertrieben. Man schreckt nicht einmal davor zurück, den Helden mit drei Gatling-Guns gleichzeitig unter Dauerbeschuss zu setzen. Eine Verschnaufpause bleibt da für den Zuschauer nur sehr selten übrig, was wahre Actionfans auch sehr begeistern dürfte. Da kommt hohes Tempo auf und Spannung bis zur letzten Minute. Doch gerade die knallharte Skrupellosigkeit schlägt ein wie eine Bombe – und fesselt den erwachsenen Zuschauer ungemein.</p>
<p><strong>Todesstrafe vom Telepathen</strong><br />
Einen entscheidenden Unterschied gibt es aber dennoch: Dredd ist nicht mehr mit einer jüngeren normalen Kollegin unterwegs, sondern setzt nun auf eine mutierte Rekrutin, die eigentlich lediglich ihrer Fähigkeiten beurteilt werden soll und noch nicht offiziell als Judge eingestellt wurde. Ihre besonderen Fähigkeiten, das Gedankenlesen und die Telepathie, machen sie zu einer ganz besonderen Gefährtin, die in der Lage ist, besondere Szenen zu generieren. Kommt es zu einer vorausschauenden Eingebung, so werden dementsprechend aufregende Szenen folgen. Insgesamt hat sie jedoch Zweifel an dem so skrupellosen Vorgehen und bringt dies auch ausreichend zur Geltung. Ein wenig mehr Tiefgang wäre bezüglich der Kritik an der Todesstrafe und anderen übertriebenen Mitteln der Polizisten zwar sicherlich nicht unvorteilhaft gewesen, doch allein ihre Mimik und Körpersprache macht zumindest ihre Abneigung deutlich und regt den Zuschauer zum Nachdenken an. Nichts desto trotz ist und bleibt „Dredd 3D“ aber hauptsächlich eine One-Man-Show, die Karl Urban als unschlagbaren Actionhelden in den Mittelpunkt rückt – und der liefert eine herausragende Figur ab.</p>
<p><strong>Kunst in Slo-Mo</strong><br />
Optisch und stilistisch kann sich „Dredd“ darüber hinaus vor allem in 3D sehr gut sehen lassen. Während die rasanten Actionszenen, untermalt mit treibenden Beats, jederzeit begeistern, setzt der Streifen insbesondere auch auf Slow-Motion-Effekte. In Zeitlupe dürfen wir also aufregende Verfolgungsjagden erleben, den tiefen Fall aus einem enorm hohen Geschoss beobachten, oder einfach mal eine Actionszene bewundern. Das allein ist zwar schon bemerkenswert, doch kommen in der 3D-Version auch noch erstklassige 3D-Effekte zur Geltung, die sich insbesondere auf Partikeleffekte und Glassplitter konzentrieren, die ebenfalls extrem scharf in Slow-Motion daher gleiten. Und wem haben wir es zu verdanken: Der Mode-Droge „Slo-Mo“, die als gekonntes Stilmittel in den Film eingebaut wurde, um nicht nur soziale Abgründe zu kritisieren, sondern auch die Welt ein wenig „berauschender“ erscheinen zu lassen. Insgesamt macht „Dredd 3D“ also in vielen Punkten alles richtig: Bei Action, Effekten, Optik, Sound und ganz besonders auch bei den Darstellern. Klasse.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Action in Slow-Motion: „Dredd“ überzeugt insbesondere in der 3D-Fassung mit erstklassigen Effekten, atemberaubender Action, hohem Tempo, guten Darstellern in einer Two-Man-Show und einem fetten Sound, der es ordentlich krachen lässt. Dieser Film schlägt ein wie eine Bombe – und begeistert jeden Action-Fan.</p>
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		<title>The Yellow Sea</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 19:10:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[An der Grenze zwischen China, Südkorea und Russland leben zahlreiche geflohene Koreaner im Exil, verbannt aus ihrer Heimat und im dreckigsten Suff. Mit illegalen Geschäften und Glücksspiel versuchen sie tagtäglich über die Runden zu kommen – doch erst einmal in die Schulden geraten, haben sie kein leichtes Spiel mehr bei den Mitmenschen. So ergeht es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An der Grenze zwischen China, Südkorea und Russland leben zahlreiche geflohene Koreaner im Exil, verbannt aus ihrer Heimat und im dreckigsten Suff. Mit illegalen Geschäften und Glücksspiel versuchen sie tagtäglich über die Runden zu kommen – doch erst einmal in die Schulden geraten, haben sie kein leichtes Spiel mehr bei den Mitmenschen. So ergeht es auch Gu-Nam, der eine hohe Geldsumme schuldet und noch dazu seine Frau nicht aus Korea ins Exil holen kann. Genau in diesem Moment erhält er einen zweifelhaften Auftrag, den er aus finanzieller Not nicht ablehnen kann: Er soll nach Südkorea reisen, um dort einen erfolgreichen Mann zu ermorden und dessen abgetrennten Finger mitbringen. Gu-Nam zögert nicht lange und sieht die Chance gekommen, endlich nach seiner lange vermissten Frau zu suchen. Dumm nur, dass der Plan gewaltig außer Kontrolle gerät und es für Gu-Nam schon bald kein Zurück mehr gibt…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
In ärmeren Ländern dieser Welt ist es keine Seltenheit, wenn Menschen ins Exil flüchten und in dreckigsten Umgebungen hausen. Für die Koreaner, die nach Yanbian kommen, dem autonomen koreanischen Bezirk in China, stellt nur das Gelbe Meer ein schwieriges Hindernis dar. Trotzdem ist die Reise selten lohnenswert, da sich die Wohnverhältnisse keineswegs bessern. „The Yellow Sea“ erzählt von einem Mann aus eben diesem autonomen Bezirk – und schildert eine knallharte Rachestory.</p>
<p><strong>Autonomes Korea</strong><br />
Zunächst kann man den Thriller jedoch auch als Gesellschaftsstudie einer Bevölkerungsschicht betrachten, die kaum ärmer und schlechter leben könnte. „The Yellow Sea“ macht dabei originalgetreu einen sehr heruntergekommenen, überaus dreckigen Eindruck innerhalb grauer, einsturzgefährdeter Häuser, reinen Chaos-Wohnungen und den wohl schlimmsten Jobs der Welt. Ausgerechnet hier müssen ganze Familien mit Kindern hausen, Hundezüchter verdienen ihr Geld mit Kampfhunden und das Essen dürfte ebenso kaum allzu gesund sein. Allein der optische Gesamteindruck kann eine großartige Atmosphäre aufbauen, die uns das Gefühl gibt, jederzeit mitten im autonomen Korea zu sein. Allerdings ist der Streifen, entgegen den Erwartungen durch die Story, keineswegs immer ein rasanter Film. Stattdessen gibt es viele langsame, ruhige Momente – und dementsprechend auch Längen, was zum größten Manko des Streifens wird.</p>
<p><strong>Auftrag: Mord</strong><br />
Trotzdem hat „The Yellow Sea“ sehr viel Stil. Die ruhige, nachvollziehbare Art macht den Film extrem realistisch, zumal Hauptdarsteller Jung-Woo Ha seine Rolle überaus gekonnt spielt. Als Auftragskiller, der völlig unerfahren aus finanzieller Not vorgeht, sind seine Handlungsweisen stets nachvollziehbar und gerade deshalb so fesselnd. Immer wieder gerät er in Not, dramatische Szenen, beklemmende Momente – und ist eigentlich stets hin und her gerissen zwischen Angriff und Flucht, Mut und Angst. Er hat Hemmungen seine Taten zu durchzuführen, ist jederzeit absolut menschlich. Gerade deshalb macht er Fehler, gerät schnell in die Verfolgung der Polizei, muss sich stets aus brenzligen Situationen befreien – und baut damit enorm viel Spannung auf. Dabei entsteht eine Hetzjagd, die wohl bei jedem Zuschauer ebenso ablaufen würde, wenn er solche Taten begehen würde. Das Ziel zwar nie aus den Augen, aber gleichzeitig stets im verdeckten, versucht er schon bald einen Ausweg zu finden – doch den scheint es kaum zu geben. Was folgt sind Gewaltexzesse, die zwar keineswegs an „I saw the Devil“ und Konsorten heran kommen, es aber gerade wegen ihres hohen Realismusgrades in sich haben. Kann man sich auf einen Film mit einigen Längen und einer relativ zähen Erzählweise konzentrieren, bekommt man einen Mord-Thriller geboten, der definitiv einen Blick wert ist, allein schon wegen seiner herausragenden Inszenierung.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Packender Thriller mit einigen Längen, aber einem extrem hohen Realismus, starker Authentizität und einer glaubwürdig dreckigen Inszenierung. </p>
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		<title>So Undercover</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 16:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Molly Morris arbeitet seit einigen Jahren als junge Privatermittlerin für ihren Dad, um fremde Männer dabei zu beschatten, wie sie ihre Frauen heimlich betrügen. Doch der Anspruch dieser Tätigkeit dürfte bekanntlich eher gering sein und moralische Bedenken auch bei Molly auslösen. Die Tatsache, dass ihr Vater zugleich auch noch süchtig nach Glücksspielen ist und gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Molly Morris arbeitet seit einigen Jahren als junge Privatermittlerin für ihren Dad, um fremde Männer dabei zu beschatten, wie sie ihre Frauen heimlich betrügen. Doch der Anspruch dieser Tätigkeit dürfte bekanntlich eher gering sein und moralische Bedenken auch bei Molly auslösen. Die Tatsache, dass ihr Vater zugleich auch noch süchtig nach Glücksspielen ist und gerade eine hohe Summe Geld verloren hat, sorgt umso mehr dafür, dass das Angebot des FBI ihre gerade recht kommt. Verkleidet als College-Studentin soll sie Undercover in ein College infiltrieren, um dort Informationen über die Tochter eines georgischen Mafiagangsters zu beschaffen. Dumm nur, dass nicht alle mit offenen Karten spielen…</p>
<p><strong>Kritik:</strong><br />
Bei vielen weiblichen Teenies ist Miley Cyrus seit einigen Jahren beliebt, doch seit es um ihre Musikkarriere etwas ruhiger geworden ist, dürfen wir sie in den verschiedensten Filmproduktionen bewundern. In „So Undercover“ erleben wir sie, gemäß dem Titel, als Undercover-Ermittlerin in einem College – zwischen vielen kreischenden pinken Gören.</p>
<p><strong>Popstar Undercover</strong><br />
Die Rolle kann dabei auf den ersten Blick zumindest überzeugen. Miley Cyrus präsentiert sich als kluges Mauerblümchen, das ihre ganz eigenen Interessen verfolgt, mit Jungs naturgemäß gut klar kommt und auf Mode sowieso so richtig scheißt. Eigentlich sehr sympathisch, stehen die meisten Jungs doch auf „Nerdgirls“. Die Ansätze der Undercover-Story sind dabei recht gut gelungen. Obwohl ihre Rolle als Ermittlerin zunächst zwar wegen ihrer recht künstlich wirkenden Mimik nicht ganz so glaubwürdig erscheint, erzeugen die heimlichen Kameraaufnahmen, die Infiltration von Gebäuden und vieles mehr eine gewisse Spannung. Die Inszenierung scheint also einigermaßen taugliche Unterhaltung zu bieten und auch ältere Zuschauer noch begeistern zu können. So viel zumindest, was den Undercover-Part angeht, doch dann der Schock:</p>
<p><strong>Hilfe, es ist pink</strong><br />
Nach etwa gefühlten zehn bis fünfzehn Minuten wird der gesamte Undercover-Agenten-Part komplett über Bord geworden. Damit sich Miley Cyrus nämlich als College-Studentin ausgeben kann, muss sie sich dementsprechend kleiden und stylen – und das dürfte für männliche Zuschauer recht schnell unerträglich werden. Was hier folgt besteht aus Glamour, Kitsch und ganz viel Pink. Eindeutig zu viel pink, angefangen bei Kleidung, Schminke, bis hin zu diversen Möbelstücken und glitzernden Mobiltelefonen. Da wird klar in welche Richtung: „So Undercover“ eigentlich gehen wird: Es ist eine typische Teenie-Komödie mit College-Kitsch, Klischees und könnte optisch so ziemlich jedem x-beliebigen Mädchenfilm entsprechen. Dabei hat doch alles so gut angefangen und die Grundstory bietet Potential für wesentlich besseres. Besseres, was zumindest teilweise, aber leider zu inkonsequent, eingebaut wurde.</p>
<p><strong>Göre mit Frauenpower</strong><br />
Immerhin zeigt sich Miley Cyrus schließlich als Leidensgenossin und kann damit wenigstens teilweise Sympathien auch beim männlichen Geschlecht sammeln – und damit den Film halbwegs ansehnlich machen. Als eigentliche Einzelgängerin ist sie von der ihr fremden Mode- und Glamourwelt wohl ebenso entsetzt wie wir und bringt das mimisch auch dementsprechend authentisch rüber. Sobald sie dann im späteren Verlauf doch noch dazu übergeht, ihr Dasein als Ermittlerin wieder in den Vordergrund zu stellen und mit actionreicher Tatkraft gegen Verbrecher vorzugehen, kann sie am Ende doch wieder punkten – und wirkt eigentlich sogar richtig süß. Hätte man sich an diesen Stil gehalten und uns einen Actionthriller mit Frauenpower präsentiert, statt weichgespülte rosa Mädchendramatik, wäre „So Undercover“ sicherlich weit anspruchsvoller und qualitativer geworden. So kann der Streifen immerhin seine Zielgruppe und die Miley Cyrus-Fans begeistern, dürfte aber bei der Allgemeinheit eher mittelmäßig abschneiden.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><br />
Agententhriller wird durch pinkes College-Glamour-Leben ersetzt – Miley Cyrus punktet wieder bei der üblichen Zielgruppe, kann aber durch gelegentliche Frauenpower auch beim Rest ein wenig punkten.</p>
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