6 Underground - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    6 Underground

    6 Underground


    Land/Jahr:
    USA 2019
    Genre:
    Action
    Regie:
    Michael Bay
    Darsteller:
    Ryan Reynolds
    Melanie Laurent
    Manuel Garcia-Rulfo
    Ben Hardy
    Adria Arjona
    Dave Franco
    Corey Hawkins
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    128 Minuten
    Kaufstart:
    Netflix:
    13. Dezember 2019
    Label:
    Netflix

    „Nummer Eins“ ist ein US-amerikanischer Selfmade-Millionär, der einfach nicht so recht weiß, was er mit seinem vielen Geld anfangen soll. Nur eines weiß er: Mit dem Zustand der Welt ist er absolut nicht mehr zufrieden und er kann sich einfach nicht damit abfinden, dass Regierungen ihrem Volk seit je her jene Hilfe verweigern, die es so dringend benötigt. Um das zu ändern und den leidenden Menschen in ärmeren Ländern endlich zu helfen, versucht er gemeinsam mit einer von ihm rekrutierten Truppe selbst Hand anzulegen. Das Ziel: Die Ausschaltung skrupelloser Diktatoren, die ihren Bürgern seit Jahren Leid zufügen. Einer davon ist Rovach Alimov, Diktator des Landes Turgistan, dem es nun zuerst an den Kragen gehen soll…

    Kritik:
    Wenn Michael Bay auf dem Regiestuhl sitzt, dann scheiden sich an seinen Produktionen meistens die Geister. Immerhin ist der Mann vor allem für effektgeladene Actionspektakel bekannt, seitdem er einst die ersten „Transformers“-Filme drehte und mit beeindruckenden CGI-Effekten begeisterte. Zugleich allerdings wird ihm desöfteren vorgeworfen, inhaltlich anspruchslose Filme zu drehen, die lediglich große Schauwerte zu bieten haben. Doch kann eine Veröffentlichung seines neuesten Werks auf Netflix daran etwas ändern?

    Beeindruckendes Actionhandwerk
    Klar ist jedenfalls: Der Actionkracher „6 Underground“ hat zunächst einmal genau das zu bieten, was wir von Michael Bay bereits bestens gewohnt sind. Rasante, abgefahrene und brachiale Action. Ein bisschen erinnert er da schon in den ersten Szenen beinahe an Luc Besson, der für gewöhnlich für eindrucksvolle Verfolgungsjagden bekannt ist: Mit aufgemotzten Fahrzeugen und quietschenden Drifts dürfen Ryan Reynolds und seine Kollegen nämlich durch die engen Gassen von Florenz driften, direkt vorbei am Dom und den Uffizien und nur haarscharf an der Ponte Vecchio entlang. Fest steht damit: Wer schon einmal in der hübschen Stadt in der Toskana Urlaub gemacht hat und die engen Gassen der Altstadt kennt, durch die normalerweise nur Anwohner fahren dürfen und in denen eine Vespa sicherlich nicht unvorteilhaft ist, dem ist schon in den ersten zehn Minuten bewusst, dass es Michael Bay handwerklich immer noch drauf hat und es bestens versteht, Actionszenen zu inszenieren.

    Viel Action, wenig Inhalt
    Nun kommt der große Kritikpunkt, mit dem sich Michael Bay immer wieder konfrontiert sieht, aber auch umso schneller: Ist auch „6 Underground“ einmal mehr nur ein Blender, der mit tollen Schauwerten den Zuschauer am Ball hält und hinsichtlich seiner Story nicht allzu viel zu bieten hat? Die Antwort dürfte dabei wohl „teilweise“ lauten, denn die Geschichte des Actionfilms könnte man in der Tat wohl in zwei Sätzen erzählen, so man dies denn wollte. Gerade zu Beginn schreckt „6 Underground“ manchen Zuschauer, der Wert auf eine große Story legt, wohl auch ab: Mit schnellen Schnitten, die mitunter wirken wie in einem Musikvideo, werden hier lediglich etliche spektakuläre Actionszenen aneinandergereiht. Die Teamzusammenstellung aus durchaus interessanten Charakteren rund um Ryan Reynolds und dem großartigen Corey Hawkins funktioniert zwar, aber spätestens in der zweiten Hälfte hat die Daueraction dann leider doch einen Ermüdungseffekt. Da muss man dann einfach zu dem Entschluss kommen, dass die Story von „6 Underground“ insgesamt zu dünn ist, um abseits der Action weiterhin zu begeistern.

    Der ewige Deadpool
    Immerhin schafft Ryan Reynolds in der Hauptrolle eine gewisse Abhilfe. Den meisten seiner Fans dürfte es unterdessen allerdings wohl schwer fallen, in seiner Darstellung nicht irgendwie den „Deadpool“ einmal mehr wiederzuerkenenn. Vor allem dann, wenn aufregende Action und trockener Humor, wie auch in der Marvel-Produktion, auch in „6 Underground“ zum Vorschein kommen. Wenn er mitten in einer Verfolgungsjagd oder Schießerei allerdings so manchen dummen Spruch vom Stapel lässt, hat das zumindest einen Unterhaltungswert, der sowohl „Deadpool“- als auch „Fast and Furious“-Fans vermutlich gleichermaßen gefallen dürfte. Dennoch: Unter dem Strich ist und bleibt „6 Underground“ jedoch stupide Actionkost, die auf eher leichte Unterhaltung und Effekte setzt – davon allerdings mehr als reichlich zu bieten hat.

    Fazit:
    Michael Bay durfte sich erneut austoben: Nach „Transformers“ und „13 Hours“ liefert er einmal mehr ein rasantes und brachiales Actionspektakel ab, das vor allem mit seinen spektakulären Effekten begeistert. Leider gestaltet sich die Story dabei dermaßen dünn und stupide, dass die aneinandergereihten Actionszenen auf lange Sicht ermüden.

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