24 Hours to Live - Kritik – Virtual DVD Magazine
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    24 Hours to Live

    24 Hours to Live


    Land/Jahr:
    USA 2017
    Genre:
    Action
    Regie:
    Brian Smrz
    Darsteller:
    Ethan Hawke
    Xu Qing
    Paul Anderson
    Liam Cunningham
    Rutger Hauer
    FSK:
    ab 16 Jahren
    Dauer:
    93 Minuten
    Kaufstart:
    11. Mai 2018
    Label:
    Universum Film

    Nach dem Tod seiner Familie hatte sich der ehemalige Elitesoldat Travis Conrad eigentlich längst vom Job als Söldner zurückgezogen. Doch als sein alter Freund Jim Morrow auftaucht und ihm ganze zwei Millionen Dollar anbietet, kann er einfach nicht widerstehen. Im Auftrag des privaten Militärunternehmens Red Mountain soll er schließlich einen Zeugen ausschalten, der gegen die Firma auszusagen gedenkt. Doch der neueste Auftrag misslingt: Noch bevor Travis die Zielperson überhaupt erreicht, wird er von einer Interpolagentin entlarvt und ermordet. Für ihn bedeutet das aber nicht das Ende: Kurz darauf erwacht er in einem Operationssaal von Red Mountain und wurde mit einem experimentellen medizinischen Verfahren wieder zum Leben erweckt. Das Problem dabei: Sein neuer Lebensabschnitt ist auf 24 Stunden begrenzt. Und die will er in jedem Fall nutzen…

    Kritik:
    Auftragsmorde für ein privates Militärunternehmen kennt man schon aus zahlreichen anderen Filmen. Ethan Hawke möchte in „24 Hours to live“ allerdings einen ungewöhnlichen Weg einschlagen und sorgt für einen interessanten Storykniff.

    In Time trifft Hitman
    Und der führt schnell dazu, dass dieser Actionthriller kein ganz so geradliniger Streifen mit typischem Ausgang ist. Denn während „24 Hours to live“ zu Beginn noch den Eindruck eines klassischen Thrillers über einen Auftragskiller erweckt, hat sich Regisseur Brian Smrz offenbar ein paar Stilmittel beim Science-Fiction-Hit „In Time“ abgeschaut. Bei der titelgebenden und damit vorhersehbaren Wendung wird der Hauptprotagonist nämlich ein wenig unter Zeitdruck gesetzt und bekommt ebenso einen Countdown in den Unterarm integriert, wie einst Justin Timberlake in seinem faszinierenden Sci-Fi-Ghetto. Klar sollte wohl sein, dass dieser Schlüsselmoment des Films auch zu einer Abweichung vom klassischen Storyverlauf führt und dem Streifen einen überraschenden Tiefgang verleiht, den manche Zuschauer so womöglich nicht erwartet hätten. „24 Hours to live“ hat dann doch ein bisschen mehr zu bieten, als bloße Action.

    Blutige 24 Stunden
    Davon allerdings durchaus auch genug und da muss sich Ethan Hawke in seinem neuesten Film auch nicht vor den großen High Budget-Produktionen verstecken. Verschnaufpausen lässt „24 Hours to live“ dem Zuschauer nämlich doch eher ungern und sorgt deshalb für mehr als nur eine beeindruckende Verfolgungsjagd und Schießerei. Gerade bei den schnellen Schnitten und den spektakulären Stunts kann sich der Streifen absolut sehen lassen. Schnell kommt ein hohes Erzähltempo auf, wenngleich die Action auf Übertreibungen verzichtet, die man mitunter aus dem deutschen Fernsehen gewohnt ist. Actionfans werden bei „24 Hours to live“ also in jedem Fall auf ihre Kosten kommen, denn Brian Smrz liefert hier Bilder auf Kinoniveau ab.

    Das Problem mit der Logik
    Trotz seiner soliden Actionkost und der durchaus spannenden Storywendungen, entpuppt sich „24 Hours to live“ aber doch nicht als der ganz große Wurf. Das hat der Streifen dann vor allem seinen diversen etwas zu groben Logiklöchern zu verdanken. Nicht nur etwa deshalb, weil die Wiederbelebungsstory mit „In Time“-Kopie mitunter etwas zu abstrus klingt, sondern auch weil vor allem die Widersacher in ihren Handlungen nicht immer schlüssig agieren. Man kann derweil zwar darüber hinweg sehen, dass es eine ganze Privatarmee nicht mit einer Einzelperson aufnehmen kann, dass hier aber über etwaige Sicherheitskopien digitaler Daten und ähnlicher Logiklöcher nicht einmal nachgedacht hat, könnte dem mitdenkenden Zuschauer aber womöglich doch den Spaß an dem Film versauen. Ein bisschen „No Brain“-Kino möchte „24 Hours to Live“ also auch sein. Den Genrefan sollte das aber nicht hindern, das Popcorn auszupacken und den tatsächlich hohen Unterhaltungswert des Films einfach zu genießen.

    Fazit:
    Bei seinem neuesten Actionthriller bedient sich Ethan Hawke ein wenig beim Science-Fiction-Hit „In Time“ und liefert temporeiche Action ohne Verschnaufpausen, die zwar leider das ein oder andere Logikloch vorzuweisen hat, aber mit einem hohen Unterhaltungswert überzeugt.

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